07.01.2020 Andreas Deutsch

Amazon: Das plant der Konzern für Deutschland

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Da ist das Break! Amazon hat den zähen, wochenlangen Seitwärtstrend hinter sich gelassen und gleichzeitig die Marke von 1.900 Dollar geknackt. Charttechnisch sieht es nun endlich wieder sehr gut aus für die Aktie des E-Commerce-Spezialisten. Dieser überrascht mit ambitionierten Plänen für den wichtigen deutschen Markt.

Amazon plant den Einstieg in den stationären Handel in Deutschland. „Fakt ist: Wir wissen, dass Kunden offline einkaufen und dass sie Vielfalt mögen“, so Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber im Interview mit der Welt am Sonntag. Allerdings nannte er weder konkrete Ziele noch Zeitpunkte.

In den USA und in Großbritannien setzt der E-Commerce-Marktführer bereits seit Längerem auf stationäre Läden, zum einen auf Filialen der Biokette Whole Foods, zum anderen auf Amazon Go. Vor allem von Letzteren sollen in den kommenden Jahren etliche neue Filialen entstehen.

Daneben will der Konzern das Einkaufen über sprachgesteuerte Systeme wie Alexa deutlich forcieren. Kleber kündigte in der Welt am Sonntag an, den Echo Dot zu einem strategischen Billigpreis von teils unter 50 Euro zu verkaufen. „Amazon hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass man nicht sofort die komplette Gewinnmarge mit allen Elektronikgeräten realisieren muss."

Amazon.com (WKN: 906866)

Die Aussagen von Deutschland-Chef Ralf Kleber zeigen, dass der Konzern nicht im Traum daran denkt, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Amazon will die völlige Präsenz in unserem Alltag. Alles, was wir brauchen, sollen wir über Amazon bestellen. Die Chancen stehen ausgezeichnet, dass der Konzern in den kommenden Jahren auf diesem Weg weiter sehr gut vorankommen wird. Die Aktie bleibt für den AKTIONÄR ein Basisinvestment.