Antizyklisch investieren – mit diesen Top-Aktien
Foto: Amazon
09.10.2019 Andreas Deutsch

Amazon: 30 Dollar bis zum Abgrund

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Amazon.com

Kurz vor weiteren Handelsgesprächen hat sich der Ton zwischen den Vereinigten Staaten und China wieder verschärft. Das bekamen am Dienstag auch die Anleger an der Wall Street zu spüren. Die Amazon-Aktie setzte ihre Talfahrt fort, verlor 1,6 Prozent auf 1.705,51 Dollar. Der Chart sieht jetzt brenzlig aus.

Die USA hatten in der Nacht zum Dienstag wegen der „brutalen Unterdrückung“ der muslimischen Minderheit der Uiguren 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt, darunter auch einige Technologiekonzerne.

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Für diese soll die Belieferung mit US-Produkten eingeschränkt werden. Die chinesische Führung kritisierte die Entscheidung der USA scharf und kündigte entschlossenen Widerstand an.

Am 10. Oktober soll es eine neue Verhandlungsrunde im Zollstreit geben. Ausgang völlig ungewiss.

Obwohl Konzerne wie Amazon von der Krise kaum betroffen sind, wirkt der Streit wie ein Damoklesschwert über dem Aktienkurs. Nun spitzt sich die Lage offensichtlich zu: Die Aktie nimmt Kurs auf das Verlaufstief im Juni bei 1.672 Dollar (Schlusskursbasis: 1.692 Dollar). Fällt sie unter die Unterstützung, könnte der Titel schnell bis in den Bereich 1.600 Dollar abverkauft werden.

Amazon.com (WKN: 906866)

Fundamental hat sich an der Investmentstory von Amazon nichts geändert. Im Gegenteil: Der Konzern ist unter CEO Jeff Bezos so aggressiv und innovativ unterwegs wie schon lange nicht mehr. Deswegen bedeutet der Dip eine gute Kaufchance für antizyklische Anleger. Kursziel des AKTIONÄR: 2.100 Euro, Stopp: 1.400 Euro. 

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Der Ausbruch von Covid-19 hat Schlafzimmer in Büros verwandelt, Jung gegen Alt ausgespielt und die Kluft zwischen Arm und Reich, Maskenträgern und Maskenhassern vergrößert. Einige Unternehmen, wie Amazon und der Hersteller von Videokonferenzsoftware Zoom, fanden sich unter einer Lawine der Verbrauchernachfrage erdrückt. Andere, wie die Restaurant-, Reise-, Hotel- und Live-Entertainment-Branche, kämpften darum, nicht unter die Räder zu kommen. Die Pandemie war ein Beschleuniger von Trends, die bereits in vollem Gange waren. In „Post Corona“ skizziert Galloway die Konturen der Krise und die Chancen, die vor uns liegen. Galloway kombiniert seinen unverkennbaren Humor und frechen Stil mit messerscharfen Einblicken und bietet Warnung und Hoffnung gleichermaßen.
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