Künstliche Intelligenz krempelt die Versicherungsbranche um – und die Allianz mischt ganz vorne mit. Der DAX-Konzern setzt auf Tempo, Milliardeninvestitionen und klare Regeln. Doch im Zentrum steht ein anderer Faktor. Er soll über Sieg oder Niederlage im KI-Rennen entscheiden.
Die Versicherungsbranche steht vor einem technologischen Umbruch – und mittendrin die Allianz. Der Münchner Konzern setzt im Rennen um Künstliche Intelligenz nicht allein auf Tempo, sondern vor allem auf Vertrauen. „Nur mit Vertrauen können wir bestehen“, betont Vorständin Barbara Karuth-Zelle nun im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Entscheidend sei, dass Kunden und Mitarbeitende positive Erfahrungen mit KI machen und deren Einsatz nachvollziehen können. Dabei spielt Regulierung eine zentrale Rolle.
Datenschutzchef Philipp Räther sieht in der EU-KI-Verordnung keinen Bremsklotz, sondern eine wichtige Grundlage für Akzeptanz. Gerade in einem sensiblen Geschäft wie Versicherungen brauche es klare Regeln, um Vertrauen aufzubauen. Karuth-Zelle warnt gleichzeitig davor, Innovation durch zu strenge Vorgaben auszubremsen.
Bereits heute habe KI die Branche stark verändert. Chatbots unterstützen Underwriter, Schadensfälle werden automatisiert bearbeitet – in der Tierkrankenversicherung in Deutschland bereits zu rund 50 Prozent. Ziel: schnellere Prozesse, geringere Kosten und damit langfristig bezahlbare Produkte. Denn steigende Prämien sind eines der größten Probleme der Branche.
Auch die Arbeitswelt bleibt nicht unberührt. Effizienzgewinne durch KI führen zu Stellenabbau, gleichzeitig entstehen neue Rollen. Die Allianz setzt daher verstärkt auf Weiterbildung und strategische Personalplanung. Klar ist: Viele Jobs werden sich grundlegend verändern – auch und gerade in der Versicherungsbranche.
Neben Effizienz bleibt das Thema Sicherheit zentral. KI-Systeme müssen transparent, diskriminierungsfrei und robust gegen Cyberangriffe sein. Die Allianz arbeitet hierfür mit Partnern wie OpenAI, Anthropic oder Mistral zusammen und investierte allein im vergangenen Jahr rund 6,5 Milliarden Euro in Technologien.
KI wird die Versicherungsbranche nachhaltig verändern. DER AKTIONÄR nimmt die aktuelle Lage bei der Allianz in der neuen Ausgabe (13/26) genau unter die Lupe – und klärt dabei insbesondere die Frage, ob KI eher Chance oder Gefahr für den Versicherungsriesen ist. Die Ausgabe ist ab sofort hier als E-Paper erhältlich.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
Heute, 10:53