Ein europäischer Allianz-Konkurrent hat am Freitag starke Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Der Gewinn zog deutlich an, die Dividende soll kräftig steigen. Dennoch reagiert die Börse zunächst enttäuscht: Die Aktie verliert am Freitag rund sechs Prozent. Sollten Anleger hier nun die Reißleine ziehen?
Uniqa hat im Geschäftsjahr 2025 kräftig zugelegt. Das Konzernergebnis des österreichischen Versicherers stieg um rund 22 Prozent auf 424,8 Millionen Euro. Auch operativ lief es rund: Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um etwa 17 Prozent auf 516,4 Millionen Euro.
Treiber waren Wachstum in allen Geschäftsbereichen sowie ein vergleichsweise ruhiges Jahr bei Naturkatastrophen. Dadurch konnte der Versicherer seine Profitabilität weiter steigern. Ein wichtiger Branchenindikator entwickelte sich ebenfalls positiv: Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich auf 91,7 Prozent nach 93,1 Prozent im Vorjahr. Je niedriger dieser Wert, desto profitabler arbeitet die Versicherung.
Auch die Aktionäre sollen stärker profitieren. Uniqa plant, die Dividende um 20 Prozent auf 0,72 Euro je Aktie zu erhöhen. Gleichzeitig bekräftigte das Management sein Ziel, die Ausschüttung auch in den kommenden Jahren kontinuierlich zu steigern. Für das laufende Jahr zeigt sich der Vorstand ebenfalls zuversichtlich. Der Vorsteuergewinn soll auf 540 bis 570 Millionen Euro steigen.
Konzernchef Andreas Brandstetter verweist insbesondere auf das starke Geschäft in Mittel- und Osteuropa. Die Wirtschaft wachse dort dynamischer als in der Eurozone – ein Umfeld, das weiteres Potenzial für den Versicherer eröffnen könnte.
Die vorgestellten Zahlen sind solide bis stark. Dass die Aktie dennoch rund sechs Prozent nachgibt, deutet darauf hin, dass der Markt offenbar noch höhere Erwartungen hatte. Fundamental lässt sich der Abschlag jedoch kaum begründen.
Uniqa ist und bleibt ein attraktiver Vertreter aus der zweiten Börsenreihe der europäischen Versicherer und ein laufender Tipp von DER AKTIONÄR. Anleger bleiben investiert.
Heute, 10:43