Die Deutsche Börse war 2025 einer der Highflyer am Markt. Doch nach einem Rekordhoch Anfang Mai bei 293,00 Euro erfolgte der Absturz. Im Zuge des Iran-Krieges kam es nun zu einer kräftigen Erholung der Notierung. Auch unternehmensseitig gibt es nun positive News, die weiteren Auftrieb geben sollten.
Die Aktionäre der spanisch-britischen Fondsplattform Allfunds haben gestern die Übernahme durch die Deutsche Börse durchgewunken. Die Frankfurter nehmen dafür 5,3 Milliarden Euro in die Hand und verstärken sich damit erneut abseits des reinen Kerngeschäfts. Allerdings steht eine behördliche Genehmigung noch aus. Diese könnte in der ersten Hälfte des kommenden Jahres erfolgen.
Die Aktie der Deutschen Börse war vergangenes Jahr zwischenzeitig unter die Räder gekommen, da der Markt nach Zahlen zum zweiten Quartal einen besseren Ausblick eingepreist hatte. Nun kletterte der Kurs Mitte Februar bereits wieder über die 50-Tage-Linie bei 219,10 Euro. Danach ging es sprunghaft nach oben, denn im Zuge des Iran-Krieges ist die Deutsche Börse gefragt. Das kommt aufgrund des Geschäftsmodells nicht überraschend.
Zum einen dürfte das Handelsvolumen deutlich angestiegen sein, wie es bei größeren Marktbewegungen immer der Fall ist. Das sollte kurzfristig die Erlöse des Konzerns erhöhen. Und zum anderen betreibt man mit der European Energy Exchange die größte Energiebörse Europas. Hier werden beispielsweise auch Gaskontrakte gehandelt.
Die Deutsche Börse gehört zu den Profiteuren der krassen Preisanstiege von fossilen Energieträgern und der deutlich höheren Volatilität an den Börsen. Nachdem der Test der 200-Tage-Linie bei 236,30 Euro erfolgreich war, hat die laufende Empfehlung nun weiteres Potenzial. Der Stopp verbleibt bei 195,00 Euro. Auch wer noch nicht investiert ist, kann noch zugreifen.
Heute, 10:09