Der Iran-krieg hat Öl stärker in den Fokus der Anleger gerückt. Aus Angst vor einem globalen Ölmangel sprang der Ölpreis zwischenzeitlich auf über 100 Dollar je Barrel, kam dann jedoch wieder zurück. Bei Gold und Silber hat das Ganze für Druck gesorgt. „Ich denke, wir sehen hier nur kurzfristige Auswirkungen“, sagt Markus Bußler. Er verweist zudem darauf, dass Gold häufig saisonal Ende März ein Tief einzieht.
Die Auswirkungen auf Gold generell seien gering. Natürlich könnte kurzfristig Geld von Gold in Öl umgeschichtet werden. „Doch das ändert den langfristigen Chart nicht.“ Auch der Argumentation, die höheren Spritpreise würden vor allem Kleinanlegern die Möglichkeit nehmen, physisches Gold zu kaufen, kann er nicht abgewinnen. „Gold sieht aus technischer Sicht weiterhin stark aus“, sagt Markus Bußler.
Im Rahmen der Einzelaktien geht es dieses Mal um die vergleichsweise schwache Entwicklung einiger australischer Produzenten. Doch die Rohstoffwährungen hätten zuletzt an Wert gewonnen, das sorgt dafür, dass der Goldpreis in australischen Dollar aber auch in kanadischen Dollar schwächer läuft als in US-Dollar. Das sorgt vor allem bei den Produzenten für Druck, die größtenteils in Australien oder aber Kanada produzieren. „Fairerweise muss man aber auch sagen, dass sie lange von der Schwäche der Rohstoffwährungen profitiert haben.“
Außerdem geht es um den Verkauf der Cöpler-Mine von SSR Mining in der Türkei. „Ich habe nicht erwartet, dass SSR sich aus dieser Sache rauswinden kann“, sagt Markus Bußler. Das Unternehmen hat praktisch den Kaufpreis der Mine wiederbekommen – in Cash. Und das, nachdem auf Cöpler die Leach-Pads zusammengebrochen waren und dabei Menschen starben. „Damals stand das Unternehmen auf der Kippe, heute feiert die Börse.“
Weitere Themen sind auch Ero Copper, Denison Mines und der Neubau des Phoenix-Projekts in Kanada.
Heute, 08:03