Die Aktie von Alibaba ist am Montag um satte zehn Prozent angesprungen. Das kam für viele durchaus überraschend, nachdem das Papier seit Anfang Oktober deutlich korrigiert hatte. Neben der anhaltenden Euphorie im chinesischen Chip-Sektor sorgte die Kartellbehörde für neuen Optimismus im E-Commerce-Sektor.
Die oberste Kartellbehörde hat am Montag ein Prüfverfahren zu den Wettbewerbsstrukturen der Branche gestartet. Damit soll der durch hohe Subventionen und aggressive Rabattaktionen ausgelöste Preiskrieg eingedämmt werden.
Die neuen Vorgaben der Marktaufsicht sollen ab Februar greifen und verbieten es Plattformen ausdrücklich, Händler zu Preisnachlässen oder anderen Praktiken zu bewegen, die den Wettbewerb verzerren und die Stabilität der Marktordnung gefährden.
„Die Investoren preisen ein Ende des Subventions-Blutbads im Jahr 2025 ein, das umgerechnet rund 115 Milliarden US-Dollar an Branchengewinnen vernichtet hat“, sagte Ravi Wong, First Vice President bei Yan Yun Family Office. „Alibaba profitiert von einem geringeren Cash-Abfluss und einer besseren Kapitalrendite bei Taobao Flash Buy. Der Markt geht von einem schnellen Ende des Margenverfalls aus“, so Wong weiter.
Aus charttechnischer Sicht ist die Alibaba-Aktie mit dem Kurssprung nicht nur aus ihrem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen, sondern hat auch die 50-Tage-Linie bei 156,90 Dollar überwunden. Das frische Kaufsignal sollte dafür sorgen, dass der Kurs in den kommenden Tagen und Wochen das Jahreshoch 2025 bei 192,67 Dollar in Angriff nimmt.
Die Alibaba-Aktie ist mit dem Kurssprung am Montag aus ihrer Korrektur ausgebrochen und sollte nun weiter anziehen können. DER AKTIONÄR rät weiterhin zum Kauf. Auch kleinere Tech-Titel aus dem Reich der Mitte haben am Montag teils deutlich zweistellige Gewinne verzeichnet. Auf welche davon Sie jetzt setzen sollten, erfahren Sie im China Stock Report.
13.01.2026, 10:38