Es geht Schlag auf Schlag beim Gebäudetechnik-Spezialisten Bravida. Die Bücher der Skandinavier füllen sich weiter – nicht zuletzt durch einen weiteren Auftrag aus dem Bereich Rechenzentren. Sollten interessierte Anleger die derzeitige Konsolidierungsphase beim europäischen Nebenwert zum Einstieg nutzen?
Doch zunächst ein detaillierterer Blick auf die jüngste Order, die Bravida am heutigen Mittwoch gemeldet hat. Das Unternehmen soll umfangreiche Installationsarbeiten in einem Rechenzentrum im schwedischen Mälardalen übernehmen. Gegenwert: rund 850 Millionen Schwedische Kronen (umgerechnet 76,7 Millionen Euro).
Das Projekt werde von PMO – Special Projects, einem Geschäftsbereich innerhalb der Bravida-Gruppe, der für die Durchführung, das Management und die Fertigstellung großer und anspruchsvoller Projekte zuständig sei, geleitet. Das Vorhaben soll im August 2026 beginnen und im Dezember 2027 abgeschlossen sein.
"Wir pflegen eine langjährige Partnerschaft, und ich freue mich, dass wir erneut das Vertrauen unseres Kunden gewonnen haben. Dies stärkt unsere führende Position auf dem nordischen Rechenzentrumsmarkt weiter, wo wir nicht nur mehr Arbeitsplätze schaffen, sondern unsere Kunden auch in jeder Phase eines Projekts unterstützen – von der Planung über den Bau bis hin zum gesamten Lebenszyklus des Rechenzentrums“, so Bravida-Chef Mattias Johansson.
Frage der Nachhaltigkeit
Bravida konnte zuletzt mehrere Aufträge für Rechenzentren an Land ziehen und die Aktie sich klar positiv entwickeln. Doch die Analysten von ABG Sundal Collier zweifeln an der Nachhaltigkeit der Auftragslage in diesem Bereich. Die Einstufung lautet daher nur "Hold". "Es bleibt die Frage, wie ausgeprägt die Erholung ausfallen wird. Die starke Nachfrage im Bereich Data-Center hat die Erholung beschleunigt und sorgt weiterhin für Aufwärtspotenzial. Dies hat sich zwar sehr positiv auf die Gewinnrevisionen und die aktuelle Marktstimmung ausgewirkt, wir stellen jedoch auch fest, dass Bravida in letzter Zeit eine sehr hohe Erfolgsquote bei Ausschreibungen verzeichnen konnte und gehen davon aus, dass der Wettbewerb zunehmen wird", so ABGSC-Analyst Simon Jonsson.
Die anhaltend positive Auftragslage spricht allerdings klar für Bravida. Das Unternehmen ist in seinen Kernmärkten eine feste Größe und kann mit jahrelanger Rechenzentren-Expertise bei potenziellen Kunden punkten. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 für das kommende Jahr ist der schwedische Titel nach Ansicht des AKTIONÄR zu günstig bewertet. Die Aktie ist und bleibt ein Must-have für mutige Anleger (Stopp: 8,00 Euro).
26.08.2026, 10:59
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