Auch wenn das gestrige Finale der Weltmeisterschaft kein fußballerischer Leckerbissen gewesen ist, dürfte man es sich in Herzogenaurach sicherlich gerne angesehen haben. Schließlich spielten mit den Nationalmannschaften aus Spanien und Argentinien zwei Teams gegeneinander, die beide von Adidas ausgestattet werden, übrigens wie auch die Schiedsrichter.
Für den DAX-Konzern war die abgelaufene Fußball-Weltmeisterschaft jedenfalls ein großer Erfolg. Unternehmensangaben zufolge wurden dabei viermal so viele Trikots verkauft wie beim Winter-Turnier in Katar. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg teilten die Herzogenauracher am Wochenende mit, dass sich zudem die Verkaufszahlen für die offiziellen Spielbälle verdoppelt haben. Adidas-Chef Björn Gulden erklärte, dass man im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nun mit Verkäufen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro rechnet. Damit dürfte das Unternehmen letztlich am oberen Ende der bisher angepeilten Zielspanne liegen. Neben Trikots und Spielbällen ist in diesen Zahlen indes auch beispielsweise Freizeitkleidung mit WM-Bezug enthalten.
Bei der Weltmeisterschaft stattete Adidas insgesamt 14 Nationalmannschaften aus. Die meisten Trikots verkaufte der Konzern dabei nicht von Argentinien, Spanien oder Deutschland, sondern von Co-Gastgeber Mexiko.
Die Experten der US-Bank JPMorgan gehen indes davon aus, dass es bei Adidas aber auch nach der Fußball-WM rund laufen wird. So wurde das Anlagevotum für den DAX-Titel jüngst mit "Overweight" und einem Kursziel von 230,00 Euro bestätigt. Analystin Wendy Liu geht davon aus, dass Nike für die Erholung etwas länger brauche dürfte, wovon unter anderem Adidas besonders profitieren dürfte. Sie rechnet damit, dass Adidas in den kommenden Jahren weiter wachsen werde.
Die Adidas-Aktie befindet sich weiterhin auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR. Der Stoppkurs sollte bei 140,00 Euro belassen werden.
20.07.2026, 07:35
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