Adidas-Vorstandschef Bjørn Gulden nutzt den jüngsten Kursrutsch für ein direktes Signal. Mitten im Ringen um eine charttechnische Schlüsselmarke kauft der CEO eigene Anteile für über eine halbe Million Euro. Reicht das für die Wende oder bricht der DAX-Titel nun endgültig nach unten ein?
Bjørn Gulden demonstriert Zuversicht. Laut einer BaFin-Meldung hat der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag über Xetra 3.600 Adidas-Papiere erworben. Bei einem Durchschnittskurs von 139,98 Euro lag das Gesamtvolumen bei 503.935 Euro.
Zuletzt geriet das Papier durch enttäuschende US-Zahlen von Lululemon und Dick’s Sporting Goods unter Druck. Die Sorgen des Marktes griffen auf die Herzogenauracher über. Operativ präsentiert sich der DAX-Konzern dank der Retro-Modelle Samba und Gazelle jedoch stabil. Zudem erwirtschaftet Adidas lediglich rund 20 Prozent des Umsatzes in Nordamerika.
Im Chart spitzt sich die Lage dennoch zu. Nach dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie bei 157 Euro ringt die Aktie um die Unterstützung bei 145 Euro. Der kurzzeitige Dip unter die 140-Euro-Marke markierte exakt das Einstiegsniveau des CEO. Reißt dieser Bereich auf Schlusskursbasis nachhaltig, droht ein Rückfall auf das Jahrestief bei 129,95 Euro. Nach oben stellt der GD200 den ersten Widerstand dar. Erst ein Ausbruch über die 50-Tage-Linie bei 167 Euro würde den Trend drehen.
Der Zukauf des Konzernchefs ist ein handfestes Vertrauensvotum und stützt die Zone um 140 Euro. Operativ steht das Unternehmen solide da. Dennoch fehlt im schwachen Branchenumfeld ein klares Kaufsignal. Investierte Anleger bleiben vorerst an Bord und beachten den Stopp bei 140,00 Euro auf Schlusskursbasis. Für Neukäufe gilt: Eine verlässliche Bodenbildung abwarten.
Heute, 09:29
Bei Google bevorzugen