Benzinpreis verdoppelt, Handwerker unbezahlbar und immer mehr Gebühren und Steuern. Bisher gab es für Niedriglohnempfänger einen Lichtblick: sehr faire Preise für Spielzeug, Ersatzteile oder Kopfhörer direkt aus China. Bis jetzt: Die EU sorgt für einen radikalen Preisanstieg.
Millionäre shoppen in Dubai, Gutverdiener bezahlen gerne einen Premium-Aufschlag für Waren auf Amazon oder gehen in der Innenstadt einkaufen. Doch immer mehr Bürger denken auch ans effiziente Einkaufen – schließlich ist nach den Inflationsschocks das freie Netto-Einkommen (nach Sozialabgaben-Anstieg, Steuern, Miete, Essen, CO₂- & Staatsgebühren) nun rund 12 Prozent weniger wert als noch im Jahr 2019.
Immerhin produzierten Chinesen und ihre Roboter all die Jahre zuverlässig günstige Waren, die entweder zu höheren Preisen über Zwischenhändler oder eben direkt über die E-Commerce-Shops von AliExpress (Alibaba) oder PDD (Temu) den Weg in deutsche Wohnzimmer fanden.
Doch jetzt der Zollschock: Brüssel setzt auf mehr Bürokratie und höhere Gebühren, die vor allem Menschen mit kleinem Geldbeutel treffen. Hammer: Wer für ein paar Euro Ersatzteile, Masken oder ein kleines Geschenk für die Kinder direkt in China bestellt, zahlt künftig laut Sonnet-KI-Beispielrechnung mehr als das Dreifache: Aus 7,14 Euro werden 22,14 Euro (+210 Prozent). Hierzulande wird ein durchschnittlicher Warenkorb künftig 59 Prozent teurer als im Nicht-EU-Land Schweiz.
🚨 Ab dem 1. November 2026 wird für Online-Bestellungen aus Ländern außerhalb der EU, die direkt an Privatpersonen in der EU geliefert werden, eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2 € je Warenposition erhoben. ➡️ Weitere Informationen: https://t.co/tuq5ImEON1 https://t.co/eKsIqfT7kz
— Der Zoll (@zoll_info) October 29, 2026
Doppelwumms
Grund: Seit Juli fallen 3 Euro Zoll an, ab November kommen noch einmal 2 Euro Bearbeitungsgebühr obendrauf – und zwar pro Produktkategorie im selben Paket. Das trifft Firmen wie PDD – die EU machte bisher geschätzt über 20 Prozent des Temu-Geschäfts aus.
Bereits im Q3 schlug die EU-Handelsbremse voll ein: Shein, Temu und AliExpress hatten in Deutschland mit 566 Millionen Euro 36 Prozent weniger als im Vorjahr umgesetzt, so der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH).
Regeln und Bürokratie auch für KI?!
Und damit nicht genug. Erste Stimmen wollen auch die Errungenschaften der KI ausbremsen. In Deutschland könnte es eine Steuer auf Umsätze geben, die mit Künstlicher Intelligenz erzielt werden, so die Tagesschau. Familienministerin Prien habe sich dafür ausgesprochen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hingegen sagte: "Lasst uns doch die KI erst mal einführen, bevor wir sie besteuern.“ Damit folgt sie dem Argument von Nvidia-Chef Jensen Huang im Gespräch mit Merz – siehe auch AKTIONÄR TV.
Ein Jahrzehnt der Rekordinflation – und dennoch fast jede Woche neue Ideen, Produkte teurer und Prozesse komplizierter zu machen – bei steigenden Schulden. Das ist kein leichtes Umfeld für die EZB-Chefin Lagarde, die sich nun per Twitter verabschiedete.
I have just informed my colleagues that I will step down as @ECB President on 7 February 2027. It has been a source of great pride to serve this institution. I thank all of those who have supported me on this journey over the past seven years. https://t.co/eSLLTaDAej
— Christine Lagarde (@Lagarde) October 29, 2026
Bitcoin und Behörden attackiert
Das Depot 2030 setzt neben Nvidia auf gleich mehrere KI-Schutz-Aktien, die von den Rekordzahlen an KI-Attacken profitieren. Mehr dazu finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Heute, 15:27
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