22.03.2016 Nikolas Kessler

KUKA: Ausblick und Dividende enttäuschen – trotzdem kein Grund zur Panik

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KUKA
Trendthema

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr hat der Roboterbauer KUKA seine Ziele für 2016 niedriger angesetzt als von Analysten erwartet. Auch beim Dividendenvorschlag bleibt der Vorstand unter den Erwartungen. Die Aktie verliert am Dienstagvormittag mehr als fünf Prozent.

Zwar soll der Umsatz im laufenden Jahr auf mehr als drei Milliarden Euro steigen, prozentual wird davon aber weniger als operatives Ergebnis übrig bleiben als im Vorjahr. Während die EBIT-Marge –ohne die Effekte aus dem Zukauf des Logistiktechnik-Anbieters Swisslog gerechnet – im vergangenen Jahr noch bei 6,6 Prozent lag, rechnet KUKA für dieses Jahr mit gut 5,5 Prozent. Als Grund nannte das Unternehmen höhere Investitionen in die Digitalisierung der Produktion und der eigenen Logistik.

KUKA erwartet für 2016 eine gute Nachfrage, getragen vor allem aus Nordamerika und Asien. Anders als bei anderen Unternehmen sieht KUKA dabei auch den chinesischen Markt weiter im Aufwind. Vor allem Branchen außerhalb der Automobilindustrie, zum Beispiel die Raum- und Luftfahrt sowie die Elektro- und Konsumgüterindustrie bieten laut KUKA Wachstumspotenzial, da sie noch nicht so stark auf roboterbasierte Fertigungen eingestellt sind.

Dividendenplus geringer als erwartet

Für das Geschäftsjahr 2015 hatte der Roboterbauer bereit im Februar einen Rekordumsatz von 2,97 Millionen Euro (plus 41,5 Prozent) ausgewiesen. Unter dem Strich verdiente KUKA 86,3 Millionen Euro, knapp 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll angesichts dieser Zahlen von 40 auf 50 Cent je Aktie erhöht werden. Analysten hatten allerdings mit einem noch höheren Aufschlag auf 55 Cent gerechnet.

Ruhe bewahren!

Die KUKA-Aktie ist daraufhin zeitweise um mehr als fünf Prozent abgetaucht und bis an das MDAX-Ende gerutscht. Trotzdem sollten Anleger jetzt nicht in Panik verfallen – denn fundamental und charttechnisch ist bei KUKA nach wie vor alles im grünen Bereich. Investierte Anleger bleiben dabei, der Stoppkurs des AKTIONÄR liegt bei 65 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)