EHRWALD/ZUGSPITZE (dpa-AFX) - Die Alpen als sommerlicher Zufluchtsort? Das könnte angesichts zunehmender Hitzewellen in Zukunft im Trend liegen. Der Klimawandel berge bei allen Herausforderungen auch Chancen für die Alpenregion, sagt Marc Zebisch, Leiter am Zentrum für Klimawandel und Transformation bei Eurac Research, beim dritten "AlpenKlimaGipfel" auf der Zugspitze.
Wenn Hitzewellen sich häuften, könnten die Alpen als vergleichsweise kühler Urlaubsort immer attraktiver werden, so Zebisch.
"Die Alpen könnten eine Art Refugium werden für Biodiversität, für Arten, die dann nur noch in den Alpen ihre Habitate finden, oder auch für Menschen." Ein Urlaub in den heimischen Bergen könnte im Vergleich zu touristischen Zielen, die eher mit dem Flugzeug erreichbar sind, zudem eine klimafreundliche Alternative darstellen.
Herausforderung: Erschwingliche Preise für Touristen
Ein Sommerurlaub in den Bergen hängt jedoch auch vom Geldbeutel ab. Wer etwa die Seilbahn zur Zugspitze nutzen möchte, zahlt für die Hin- und Rückfahrt auf der österreichischen Seite stolze 78 Euro. Auch Zebisch sieht in der Alpenregion einen Hang zum Luxustourismus. Zwei-Sterne-Pensionen würden in Vier-Sterne-Hotels umgewandelt, oft auch weil neue Baugenehmigungen fehlen würden. Er wünscht sich daher mehr preiswerte Optionen - gerade für junge Menschen./scu/DP/stw
Quelle: dpa-AFX