PARIS (dpa-AFX) - Eine schwächere Nachfrage hat dem französischen Luxuskonzern LVMH
Gut eine Stunde nach Handelsstart lag der Kurs des EuroStoxx-50-Schwergewichts
Analyst Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC attestierte dem Luxusgüterkonzern einen ermutigenden Zwischenbericht mit einem Umsatzwachstum, das im zweiten Quartal die Erwartungen leicht übertroffen habe. Das operative Halbjahresergebnis (Ebit) und der Nettogewinn lägen auch über dem Konsens.
Während sich das Geschäft der umsatzstärksten Mode- und Ledersparte organisch etwas schwächer entwickelte als ein Jahr zuvor, legten die Bereiche Wein und Spirituosen sowie Uhren und Schmuck zu. Vor allem Schmuck erweist sich als Lichtblick der Branche, denn Goldringe und -armbänder finden bei wohlhabenden Kunden reißenden Absatz.
Die Luxusbranche steckt schon seit längerem in einer anhaltenden Flaute. Zunächst fuhren chinesische Käufer ihre Einkäufe zurück, die lange Zeit die Nachfrage nach Luxusgütern angekurbelt hatten. In jüngerer Zeit kam aufgrund des Iran-Kriegs eine schwächere Nachfrage in Einkaufszentren des Nahen Ostens hinzu. Ohne den Konflikt wäre der Quartalsumsatz von LVMH Unternehmensangaben zufolge auf Konzernebene um 4 Prozent statt um 3 Prozent gewachsen.
Derweil sank der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn im Halbjahr stärker als der Umsatz, nämlich um vier Prozent auf 8,69 Milliarden Euro. Allerdings hatten Analysten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die dazugehörende operative Marge blieb mit 22,5 Prozent nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat das Unternehmen laut Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank die Erwartung seiner Bank deutlich übertroffen.
"Wir werden die Margen zwar weiterhin sehr genau im Auge behalten, gehen aber mit neuem Vertrauen in die zweite Jahreshälfte", sagte Vorstandsvorsitzender Bernard Arnault laut Mitteilung. Unter dem Strich verdiente LVMH in den sechs Monaten mit knapp 5,7 Milliarden Euro etwa so viel wie ein Jahr zuvor./mne/jha/err
Quelle: dpa-AFX
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