AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der starke Lauf seines Muskelschwäche-Medikaments Vyvgart hat dem Biotechspezialisten Argenx
Ergebnisseitig schlug sich Argenx aber noch deutlich besser als gedacht: Der operative Gewinn erhöhte sich mit 394 Millionen Dollar nahezu auf das Dreifache, und unter dem Strich konnten die Niederländer ihren Überschuss mit 366 Millionen Dollar mehr als verdoppeln.
Argenx' Erfolgsgeschichte mit Vyvgart hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Schwung gewonnen. Das erste Quartal sei für das Medikament das 17. in Folge mit Wachstum gewesen, sagte Unternehmenslenkerin Karen Massey laut Mitteilung. Das Mittel mit dem Wirkstoff Efgartigimod Alfa gilt wegen seines speziellen Wirkprinzips als das erste in seiner Klasse. Es wird unter anderem zur Behandlung gegen die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis (Mg) eingesetzt, einer schweren Muskelschwäche.
Aktuell hofft der Konzern, von der US-Arzneimittelbehörde FDA auch die Zulassung für das Mittel für weitere Patientengruppen zu erhalten. Gäbe es grünes Licht, wäre Vyvgart die einzige zugelassene Arznei über das gesamte Spektrum der Mg-Erkrankung hinweg, sagte Managerin Massey. Darüber hinaus erforscht der Konzern das Medikament auch im Einsatz gegen andere Krankheiten - etwa aus dem rheumatischen Spektrum.
Tendenziell will sich Argenx mit einem größeren Portfolio an Wirkstoffen noch breiter aufstellen. So steht etwa als wichtiger Schritt die Auswertung einer zulassungsrelevanten Studie mit dem Wirkstoff Empasiprubart gegen die Multifokale motorische Neuropathie (MMN) bevor - eine seltene, aber schwere chronische Nervenerkrankung, die zu Muskelschwäche führt./tav/niw/stk
Quelle: dpa-AFX