ESSEN (dpa-AFX) - Die Krupp-Stiftung kann sich eine baldige Verselbstständigung der Stahlsparte des Industriekonzerns Thyssenkrupp
Der Sanierungstarifvertrag greife und mit dem Verkauf von HKM sei das Unternehmen einen großen Schritt vorangekommen, so Gather. Auch erfahre die europäische Stahlbranche mehr Schutz durch EU-Zölle und bei der Direktreduktionsanlage in Duisburg gebe es Fortschritte. "Diese Dynamik sollte genutzt werden", so Gather.
Die Krupp-Stiftung hält 21 Prozent der Thyssenkrupp-Aktien und ist damit größte Anteilseignerin des Konzerns. Die Thyssenkrupp AG wird derzeit in eine Finanzholding umgebaut. Die bisherigen Sparten sollen schrittweise verselbstständigt werden.
Thyssenkrupp hält bei Stahl auch Minderheitsbeteiligung für möglich
Die Marinesparte TKMS
Eine Staatsbeteiligung an der Stahlsparte, die Deutschlands größter Stahlhersteller ist, hält Gather für unnötig. "Ich glaube nicht, dass der Staat - ob Land oder Bund - ein besserer Eigentümer ist." Es bestehe der Plan, die Verselbstständigung aus eigener Kraft zu schaffen, so Gather. "Und ich glaube, dass dies möglich ist." Auf die Frage, ob die Stiftung auch an der Stahlsparte beteiligt bleiben möchte, antwortete Gather: "Wenn wir - wie bei TKMS und Accelis - auch an einem verselbstständigten Stahlkonzern beteiligt sind, freut uns das."
Ende Juni waren in der Stahlsparte rund 25.080 Menschen beschäftigt, knapp 860 weniger als ein Jahr zuvor. Am 8. Dezember legt der Konzern seinen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2025/26, vor, das am 30. September endete./tob/DP/men
Quelle: dpa-AFX
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