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EQS-News: MTG-I2 erfolgreich gestartet: Konstellation neuer europäischer Wettersatelliten jetzt komplett (deutsch)

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MTG-I2 erfolgreich gestartet: Konstellation neuer europäischer Wettersatelliten jetzt komplett

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MTG-I2 erfolgreich gestartet: Konstellation neuer europäischer
Wettersatelliten jetzt komplett

28.08.2026 / 09:21 CET/CEST
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Bremen / Kourou, 28. August 2026. Aller guten Dinge sind Drei: Mit dem Start
des Wettersatelliten MTG-Imager 2 (MTG-I2) an Bord einer Ariane-6-Rakete vom
europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana hat Europa einen weiteren
wichtigen Meilenstein für die Wettervorhersage und Erdbeobachtung erreicht.
36 Minuten nach dem Start wurde der Satellit planmäßig von der Trägerrakete
getrennt und in seine vorgesehene geostationäre Transferbahn gebracht. Alle
drei Satelliten der Meteosat Third Generation (MTG)-Konstellation sind nun
im Orbit.

"Der erfolgreiche Start von MTG-I2 erfüllt mich mit großem Stolz. Mein Dank
gilt ESA und EUMETSAT sowie unseren Partnern aus der Industrie für diese
europäische Teamleistung. OHB hat die Entwicklung und Realisierung der neuen
europäischen Wettersatelliten maßgeblich verantwortet und unsere Teams haben
mit unermüdlich hohem Einsatz über Jahre hinweg alle Zeitpläne gehalten. Die
nun vollständige MTG-Konstellation beweist erneut unsere Rolle als
verlässlicher Partner für anspruchsvolle europäische
Satellitenkonstellationen", sagte Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB
SE. "Präzise Wettervorhersagen, frühzeitige Unwetterwarnungen und die
kontinuierliche Überwachung unseres Planeten sind heute wichtiger denn je.
Die MTG-Satelliten leisten dazu einen entscheidenden Beitrag und schaffen
einen unmittelbaren Nutzen für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt", so
Fuchs weiter.

Schlüsselrolle von OHB im MTG-Programm

OHB ist zentral am Aufbau der gesamten MTG-Flotte beteiligt, die unter der
Führung von Thales Alenia Space als Hauptauftragnehmerin entwickelt wurde.
Das System umfasst zwei Satellitenfamilien mit insgesamt sechs Satelliten:
vier MTG-Imager (MTG-I) und zwei MTG-Sounder (MTG-S). Das Bremer Raumfahrt-
und Technologieunternehmen verantwortet alle sechs Satellitenplattformen und
lieferte darüber hinaus die vier "Telescope-Assembly"-Einheiten für den
Flexible Combined Imager (FCI) sowie die beiden Infrarot-Sounder-Instrumente
(IRS). Für die Entwicklung und den Bau der beiden MTG-S-Satelliten fungierte
OHB zudem als Hauptauftragnehmerin und trug damit die Gesamtverantwortung
für die Sounder-Mission.

Gestartet wurde der erste MTG-Imager-Satellit (MTG-I1) im Dezember 2022. Ihm
folgte im Juli 2025 mit MTG-S1 der erste Sounder-Satellit, der
atmosphärische Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile aus dem geostationären
Orbit in 36.000 Kilometer Höhe liefert. Er sei ein "Weltklasse-Instrument",
so die Experten bei EUMETSAT und ESA. Beide Satelliten arbeiten seit ihrer
Inbetriebnahme äußerst zuverlässig und senden Daten von hoher Qualität.

Neue Maßstäbe für Wettervorhersage, Klimaanalyse und Umweltmonitoring

Im Vergleich zu ihren Vorgängern liefern die MTG-Satelliten Daten mit
höherer räumlicher, zeitlicher und spektraler Auflösung. Dadurch können
Atmosphärenprozesse, Wolkenstrukturen, Temperatur- und
Feuchtigkeitsverteilungen sowie Wetterereignisse deutlich genauer beobachtet
werden. Sobald MTG-I2 den operativen Betrieb aufnimmt, wird die
MTG-Konstellation beispiellose Beobachtungen mit sehr hoher
Aktualisierungsrate ermöglichen: die gesamte Erdscheibe wird im
Zehn-Minuten-Takt komplett erfasst, für Europa wird es alle 2,5 Minuten
aktuelle Satellitenbilder geben. Dadurch lassen sich die Entstehung und
Entwicklung von Unwettern deutlich präziser verfolgen. Zudem ermöglicht ein
"Lightning Imager" auf MTG-I1 erstmals eine kontinuierliche Beobachtung von
Blitzaktivitäten aus dem geostationären Orbit und verbessert damit die
Früherkennung schwerer Gewitter.

Zusätzlich unterstützt die auf den Sounder-Satelliten integrierte
Copernicus-Mission Sentinel-4 die Überwachung der Luftqualität über Europa.
Die gewonnenen Daten tragen dazu bei, Wetterextreme früher zu erkennen, die
Genauigkeit meteorologischer Vorhersagen weiter zu erhöhen und die
Auswirkungen des Klimawandels besser zu beobachten und zu verstehen.

Datenkontinuität bis weit in die 2040er-Jahre

Mit dem erfolgreichen Start von MTG-I2 ist die erste Konstellation des
MTG-Programms nun vollständig im All. Die heute im Einsatz befindlichen
Satelliten verfügen über eine nominelle Lebensdauer von 8,5 Jahren, besitzen
jedoch ausreichend Treibstoffreserven für einen Betrieb von mehr als zehn
Jahren.

Für die Zukunft ist bereits vorgesorgt: Drei weitere
MTG-Satellitenplattformen und das Infrarotsounder-Instrument befinden sich
bei OHB in der Langzeitlagerung, während TAS die Imager-Instrumente
einlagert. Sie werden die Nachfolgesatelliten für die aktuelle
Konstellation, um eine nahtlose Fortführung der europäischen
Wetterbeobachtung sicherzustellen.

Damit gewährleistet das MTG-Programm die kontinuierliche Verfügbarkeit
hochwertiger Wetter-, Klima- und Erdbeobachtungsdaten bis weit in die
2040er-Jahre hinein. Wetterdienste, Katastrophenschutzbehörden,
Forschungseinrichtungen und zahlreiche weitere Nutzer in Europa, Afrika und
angrenzenden Regionen können damit langfristig auf zuverlässige und
konsistente Datensätze vertrauen.

MTG ist eines der komplexesten und innovativsten meteorologischen
Satellitensysteme, die jemals in Europa entwickelt wurden. Es wird für die
kommenden zwei Jahrzehnte hochpräzise Daten für die Wettervorhersage, die
Klimabeobachtung und die Überwachung von Umweltveränderungen bereitstellen.
Gleichzeitig ist das Programm ein Beispiel für die technologische
Leistungsfähigkeit Europas und die enge Zusammenarbeit zwischen der
Europäischen Weltraumorganisation ESA, die das System gemeinsam mit der
Industrie entwickelt hat, und EUMETSAT, die für den Betrieb und die
Bereitstellung der Daten verantwortlich ist.

Kontakt:
Medienvertreter:
Marianne Radel
Unternehmenskommunikation
Tel: +49 421 2020 9159
E-Mail: marianne.radel@ohb.de

Investoren und Analysten:
Marcel Dietz
Investor Relations
Tel: +49 421 2020 6426
E-Mail: ir@ohb.de

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Quelle: dpa-AFX