WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag mit klaren Verlusten geschlossen. Kurzzeitig grenzte der Markt seine Kursverluste ein, allerdings brachte eine negative Eröffnung an der Wall Street die Börsen wieder stärker unter Druck. Der Leitindex ATX
Belastet hatte die Märkte der Zinsauftrieb in den USA, der wiederum von steigenden Inflationserwartungen und einer baldigen geldpolitischen Straffung der US-Notenbank ausging. Technologietitel kamen dabei am stärksten unter Druck, da diese Unternehmen üblicherweise am stärksten von steigenden Kapitalmarktzinsen betroffen sind.
Dass Preise deutlich anziehen, belegten überdies heute veröffentlichte US-Immobiliendaten. In den 20 großen Metropolregionen der Vereinigten Staaten stiegen die Hauspreise im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um fast ein Fünftel, ging aus dem in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervor. Die Stimmung der US-Verbraucher trübte sich im September zudem deutlich ein. Sie erreichte den tiefsten Stand seit Februar.
Die schwer gewichteten Aktien der Erste Group
Satte Zugewinne verzeichnete dagegen aufgrund einer positiven Analystenstimme die Aktie der Lenzing, die in diesem negativen Börsenumfeld um 4,49 Prozent auf 107 Euro anzog. Die Experten der Erste Group stuften die Wertpapiere des Faserherstellers von "Hold" auf "Accumulate" hoch. Das neue Kursziel wurde mit 118,5 Euro festgelegt.
Unter den weiteren Einzelwerten verbuchten Flughafen Wien
Quelle: dpa-AFX