FRANKFURT (dpa-AFX) - Im europäischen Rüstungssektor hat die am Gesamtmarkt spürbare Erleichterung über Donald Trumps Kehrtwende in der Grönland-Frage am Donnerstag belastet. Die Titel von Rheinmetall
Aktien aus dem Rüstungssektor hatten bis Montag noch davon profitiert, dass US-Präsident Trump im Streit um Grönland zunächst auch militärische Mittel nicht ausgeschlossen hatte. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kam es am Vortag aber zu einem überraschenden Kurswechsel. Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatten sich auf einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung verständigt.
Die ING Bank schrieb, die Entwicklungen trügen in puncto geopolitische Risiken zu einer Deeskalation bei. "Obwohl noch unklar ist, welche Zugeständnisse die USA genau erhalten werden, scheinen diese im Vergleich zu Trumps jüngsten Forderungen nach vollständiger und totaler Kontrolle über Grönland deutlich reduziert worden zu sein", schrieb der Marktbeobachter Jim Reid von der Deutschen Bank.
Die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen derweil an gleich zwei Orten in die nächste Runde. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos will sich Trump am Donnerstag mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj treffen. Aus Kiew gab es aber zunächst keine Bestätigung für eine Anreise Selenskyjs. Darüber hinaus wird in Moskau der US-Sondergesandte Steve Witkoff nach mehreren Gesprächen zwischen Amerikanern, Europäern und Ukrainern erneut bei Kremlchef Wladimir Putin erwartet./tih/jha/
Quelle: dpa-AFX