Der Handelsriese Walmart erweitert im kommenden Jahr seine Krankenversicherung für Mitarbeiter. Über 250 verschreibungspflichtige Medikamente gibt es dann ohne Zuzahlung. Für Anleger im Gesundheitssektor ist das ein klares Signal für wachsende Nachfrage.
Besonders interessant ist der Teil für Typ-2-Diabetiker. Auch Markenpräparate wie Ozempic von Novo Nordisk (NVO) und Mounjaro von Eli Lilly (LLY) werden erstattet, allerdings nur nach vorheriger Genehmigung. Das geht aus einem internen Schreiben hervor, das Bloomberg News vorliegt. Außerdem sind Insulin und Inhalatoren abgedeckt, ebenso Medikamente gegen Migräne, Demenz und Herz-Kreislauf-Leiden.
Auch jenseits der Pillen setzt Walmart auf Fürsorge. Eltern von Neugeborenen, die auf einer Intensivstation liegen, erhalten zwölf Wochen bezahlte Freistellung. Patienten mit Multipler Sklerose, Parkinson oder ALS können sich künftig bei Spezialisten der Mayo Clinic oder der Cleveland Clinic eine Zweitmeinung einholen.
Die Neuerungen fügen sich in einen breiteren Ausbau im Geschäftsjahr 2026 ein. Walmart verbesserte die Unterstützung bei Diabetes und Gewichtsmanagement, führte eine Leistung für neurodivergente Beschäftigte ein und testete einen KI-gestützten Krankenversicherungsplan.
Die Versicherungsprämien dürften im kommenden Jahr zwar steigen, aber weniger stark als 2026, so ein Konzernsprecher. Für Novo und Lilly bleibt das Fazit: Je mehr Arbeitgeber solche Präparate erstatten, desto stabiler wird die Nachfrage.
Novo muss aber dringend an weiteren Stellschrauben drehen und mit positiven News aus der Pipeline und/oder einem spannenden Deal punkten. Die Aktie hat sich zuletzt aber trotz der Kurszielsenkung durch BMO Capital zu Wochenbeginn stabilisiert. Sie setzt damit die Bodenbildungsphase fort. Ein erstes wichtiges positives Signal wäre der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend. Anleger belassen die Aktie auf der Watchlist. Eli Lilly ist hingegen mit einem 2027er-KGV von 27 kein Schnäppchen mehr. Die Aktie von Walmart nimmt gerade wieder Fahrt auf. Hier gilt es, die 200-Tage-Linie zu knacken.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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