Nach Novo Nordisk am Dienstagabend hat nun auch der große US-amerikanische Wettbewerber Eli Lilly die Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal vorgelegt. Sowohl beim Umsatz als auch bereinigten Ergebnis je Aktie konnte das Unternehmen mit Sitz in Indianapolis die Markterwartungen deutlich übertreffen.
Die Erlöse stiegen zwischen April und Juni um 48 Prozent auf 23,0 Milliarden Dollar (Schätzung: 20,6 Milliarden Dollar). Als Wachstumstreiber erwiesen sich, wie soll es auch anders sein, erneut die Diabetes- und Adipositas-Medikamente des US-Pharma-Konzerns. Die Erlöse mit Mounjaro (Diabetes) schossen um 91 Prozent auf 9,94 Milliarden Dollar nach oben. Auf das ebenfalls Tirzepatid-basierte Zepbound (Adipositas) entfielen 4,93 Milliarden Dollar der Einnahmen, was einem Plus von 46 Prozent entsprach.
Umsatzseitig traut sich Eli Lilly nun mehr zu: Das Unternehmen peilt 2026 Konzernerlöse zwischen 85 und 87 Milliarden Dollar an (zuvor: 82 bis 85 Milliarden Dollar).
Trotz des starken Umsatzwachstums blieb die Ergebnisentwicklung nicht auf der Strecke: Eli Lilly schraubte das Ergebnis je Aktie um ein Drittel auf 8,38 Dollar im zweiten Quartal nach oben. Analysten hatten hingegen nur 6,31 Dollar auf dem Zettel.
Was die Gewinnprognose betrifft, engt der Pharma-Konzern die obere Begrenzung etwas ein. So sollen im laufenden Fiskaljahr nun 35,50 und 36,50 Dollar pro Papier verdient werden (zuvor: 35,50 bis 36,50 Dollar). Die durchschnittliche Schätzung der Analysten lag mit 34,71 Dollar je Aktie allerdings unter der nun anvisierten Spanne.
Die Aktie von Eli Lilly reagiert auf die starken Quartalsergebnisse mit einem Kursplus von rund fünf Prozent. Angesichts der hohen Unternehmensbewertung darf sich der Pharma-Konzern allerdings auch keinen Fauxpas leisten. Für den AKTIONÄR ist der Titel derzeit zu ambitioniert bewertet.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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