Die Aktie von Novo Nordisk hat sich in den vergangenen Wochen extrem stark entwickelt. Zum Start in die neue Woche gibt es allerdings auch bedingt durch die allgemeine Marktschwäche erste deutliche Gewinnmitnahmen. Damit geht der Kampf gegen einen wichtigen Widerstand in die nächste Runde.
Am Freitag legte die Aktie von Novo Nordisk deutlich zu, nachdem erste Verordnungsdaten einen vielversprechenden Start für die neue Abnehmpille in den USA signalisierten. Analysten werten die ersten Zahlen als ermutigend, mahnen jedoch zur Vorsicht: Ein früher Erfolg reiche noch nicht aus, um einen nachhaltigen Nachfrage-Trend zu bestätigen. Die Pille kam Anfang Januar offiziell auf den US-Markt, nachdem sie kurz zuvor die Zulassung erhalten hatte.
Für Novo Nordisk sind die Anfangsdaten dennoch ein wichtiger Rückenwind im Wettbewerb mit dem Hauptkonkurrenten Eli Lilly. Dieser arbeitet selbst an einer oralen Alternative, deren Markteinführung bevorsteht. Allerdings hieß es zuletzt, dass mit einer möglichen Zulassung wohl erst im zweiten Quartal zu rechnen ist.
Nach Angaben von Marktbeobachtern wurden in der ersten Verkaufswoche mehrere Tausend Rezepte für die Novo-Pille eingelöst. Je nach Datenquelle liegt die Zahl zwischen gut 3.000 und über 4.000 Verordnungen, überwiegend für die Einstiegsdosierung. Zum Vergleich: Bei der Markteinführung von Eli Lillys Abnehmspritze lagen die Rezeptzahlen in der ersten Woche deutlich darunter. Dabei ist zudem zu beachten, dass aktuelle Statistiken vermutlich noch keine Verkäufe über Direktvertrieb oder Telemedizin-Plattformen abbilden.
Die Aktie von Novo Nordisk hatte am Freitag noch kräftig zugelegt, steht aber heute im Zuge der allgemeinen Marktschwäche unter Druck. Im frühen Handel verliert sie knapp drei Prozent auf 377,75 Dänische Kronen. Damit hängt die Aktie weiter am wichtigen Widerstand in Form der 200-Tage-Linie fest. Gelingt der Sprung darüber sowie über die 400-Kronen-Marke, dürfte die Aktie an Dynamik nach oben gewinnen. DER AKTIONÄR sieht den heutigen Rücksetzer als langfristige Kaufchance.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
Aktien der Novo Nordisk befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 09:31