Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hat am gestrigen Donnerstag die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Fiskaljahres 2025/26 vorgelegt (Monate Dezember bis Februar). Die Düsseldorfer verzeichneten einen verhaltenen Auftakt ins Geschäftsjahr und setzen auf eine starke zweite Jahreshälfte. Anleger schöpfen neue Hoffnung, auf der Handelsplattform Xetra legte der Nebenwert am Donnerstag um 4,4 Prozent zu.
Im ersten Quartal erzielte Gerresheimer einen Umsatz in Höhe von 524 Millionen Euro. 66 Millionen Euro blieben beim bereinigten EBITDA hängen, die zugrunde liegende Marge ging um gut drei Prozentpunkte auf lediglich 12,6 Prozent zurück. Wichtig: Der Fehlbetrag beim Free Cash Flow konnte deutlich auf 32 Millionen Euro reduziert werden. Im Quartal zuvor wies Gerresheimer bei dieser Kennzahl noch ein Minus von satten 141 Millionen Euro aus.
Das Management blickt indes zuversichtlicher auf das zweite Halbjahr des laufenden Fiskaljahres. Im zweiten Semester wird eine Ergebnisverbesserung erwartet. Darüber hinaus wird der Verkauf von Centor und Primary Packaging Plastics die Bilanz- und Finanzierungsstruktur des Spezialverpackungsherstellers verbessern.
Bilanzprobleme sorgen für Verschiebung
Dass Gerresheimer erst jetzt den Quartalsbericht für die Monate Dezember bis Februar vorgelegt hat, liegt an einer fehlerhaften Bilanzierung des Konzerns. Die Gesellschaft musste daraufhin die Jahresabschlüsse korrigieren. Mit weitreichenden Folgen: Die Düsseldorfer hatten durch die Verzögerungen nicht mehr die Kriterien für einen Verbleib im SDAX erfüllt.
Unter Umständen könnte der Titel aber schon bald wieder in den Nebenwerte-Index einziehen. Am kommenden Donnerstag findet bereits wieder die nächste planmäßige Überprüfung der DAX-Indexfamilie statt. Für eine Wiederaufnahme ist der Termin aber wohl noch zu früh.
Gerresheimer hat viel Vertrauen am Kapitalmarkt verspielt und es wird dauern, dieses wiederherzustellen. Für eine nachhaltige Trendwende müssen die Düsseldorfer weitere positive Impulse liefern. Im Markt für Spezialverpackungen favorisiert DER AKTIONÄR derzeit klar die Aktie von Schott Pharma.
28.08.2026, 07:58
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