Evotec kann im Kampf gegen Tuberkulose erneut punkten: Das Biotech-Unternehmen hat sich zwei frische Förderzusagen der Gates Foundation mit einem Gesamtvolumen von rund 9,9 Millionen Dollar gesichert. Die Mittel fließen über Zeiträume von gut zwei Jahren und bauen auf bereits vier frühere Förderprojekte auf.
Erklärtes Ziel bleibt: wissenschaftliche Fortschritte schneller in konkrete Therapien überführen – und damit eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit effektiver bekämpfen. Konkret sollen neue Wirkstoffkandidaten identifiziert und vielversprechende Kombinationen zügig in Richtung klinischer Studien gebracht werden. Der Fokus liegt auf Therapien, die kürzer, sicherer und einfacher anzuwenden sind – ein entscheidender Faktor, da bestehende Behandlungen oft langwierig und schwer durchzuhalten sind, insbesondere bei resistenten Erregern.
Evotec setzt dabei auf moderne Technologien, darunter KI-gestützte Wirkstoffforschung und eigene translationale Plattformen. Ein Förderprogramm konzentriert sich auf ein Portfolio neuartiger Small Molecules mit breitem Einsatzpotenzial. Das zweite Projekt treibt die Entwicklung neuer Wirkstoffkombinationen voran – inklusive innovativer langwirksamer Injektionslösungen, die als möglicher Gamechanger gelten.
Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Wir sind dankbar für die fortgesetzte Unterstützung der Stiftung. Eine erfolgreiche Entwicklung von Tuberkulose-Arzneimitteln erfordert sowohl eine robuste Pipeline neuartiger Kandidaten als auch eine rigorose translationale Bewertung, um Kombinationen zu identifizieren, die in der Klinik die größten Erfolgsaussichten haben. Dank dieser Fördermittel können wir unsere integrierten, KI-gestützten Plattformen für die Wirkstoffforschung und die translationale Forschung gezielt einsetzen, um die aussichtsreichsten Kandidaten und Kombinationen schneller voranzubringen."
Anleger honorieren dies. Die Aktie von Evotec kann heute 0,9 Prozent zulegen auf 5,08 Euro. Für einen Befreiungsschlag ist das allerdings zu wenig. Hier müssen die Hamburger in den kommenden Monaten noch mehr liefern. Ein wichtiger Termin steht bereits in der kommenden Woche an. Am 6. Mai veröffentlicht das Unternehmen seine Quartalszahlen.
Heute, 11:35