Der US-amerikanische Pharma-Riese schwimmt dank einer anhaltenden, dynamischen Nachfrage nach seinen Diabetes- und Abnehmmitteln auf der Erfolgswelle. Doch Eli Lilly ruht sich darauf nicht aus, im Gegenteil. Das Unternehmen hat zuletzt mehrere Übernahmen eingefädelt – am Dienstag kommt eine weitere M&A-Transaktion hinzu.
Eli Lilly hat die Fühler nach CrossBridge Bio ausgestreckt. Kostenpunkt: bis zu 300 Millionen Dollar, bestehend aus einer Vorauszahlung und einer Folgezahlung beim Erreichen eines bestimmten Entwicklungsmeilensteins.
CrossBridge Bio wurde erst 2023 gegründet und fokussiert sich auf den aufstrebenden Markt der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, den sogenannten ADCs. Hierbei handelt es sich um einen vielversprechenden Ansatz in der Krebstherapie. Der Markt ist seit Jahren stark in Bewegung: Vor kurzem hat erst Gilead für bis zu fünf Milliarden Dollar die Akquisition der in München beheimateten Tubulis GmbH bekanntgegeben (DER AKTIONÄR berichtete).
Das Start-up, das Interesse bei Eli Lilly geweckt hat, kann allerdings noch kein Projekt in der klinischen Entwicklung vorweisen. Das Flaggschiff-Projekt von CrossBridge Bio, rund um den Wirkstoff CBB-120, soll in diesem Jahr in die Klinik überführt werden. Hierbei handelt es sich um ein potenziell erstklassiges TROP2-gerichtetes TOP1i/ATRi-ADC mit doppelter Wirkstoffladung.
Die angekündigte Übernahme reiht sich in eine Reihe von Deals ein, die Eli Lilly allein in diesem Jahr eingefädelt hat. Dazu gehören unter anderem die Akquisitionen von Ventyx Biosciences und Centessa Pharmaceuticals. Zudem schnürten die Amerikaner einen weiteren KI-Deal mit Insilico Medicine.
Eli Lilly hält die Schlagzahl hoch und füllt die Pipeline mit aussichtsreichen Assets auf, wie der jüngste ADC-Deal mit CrossBridge Bio zeigt. Das Unternehmen hat auch die finanziellen Möglichkeiten, um in den kommenden Monaten weitere milliardenschwere Transaktionen zu stemmen. Die Aktie ist allerdings gut bezahlt, weshalb Anleger weiter an der Seitenlinie bleiben sollten.
Heute, 14:33