Novartis hat am Morgen die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Ausblick für den operativen Gewinn angehoben. Die Aktie kann im frühen Handel gut ein Prozent zulegen.
Beim Umsatz liegt der Pharmakonzern in etwa im Rahmen der Erwartungen, beim Gewinn schlägt er die Analystenschätzungen. Als wichtigsten Treiber nennen die ersten Kommentatoren niedrigere Kosten. Die Anhebung war allerdings mehr oder weniger erwartet worden.
Justin Smith von Bernstein Research spricht von überraschend guten Margen. Das Aus für die Phase-3-Studie mit Remibrutinib bei generalisierter Myasthenia gravis überrascht zwar, die Markterwartungen waren in dieser Indikation aber nicht sonderlich hoch.
Der Druck durch Nachahmerprodukte der Konkurrenz ließ weiter nach, außerdem half die Produktivität. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um elf Prozent auf gut sechs Milliarden Dollar, womit Analysten nicht gerechnet hatten. Der Konzernerlös stieg um vier Prozent auf gut 14,5 Milliarden Dollar.
Unter dem Strich brach der Gewinn auf 1,2 Milliarden Dollar ein, nach 3,9 Milliarden im Vorjahr. Verantwortlich sind milliardenschwere Wertminderungen beim gescheiterten Produktkandidaten Del-Desiran.
Der Konzernchef Vas Narasimhan blickt nun optimistischer auf das Gesamtjahr. Das operative Ergebnis soll mindestens stagnieren oder im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen, zuvor war ein Rückgang erwartet worden. Beim Umsatz bleibt es bei einem Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Die Aktie von Novartis hat in den vergangenen Wochen fast sämtliche Kursverluste sein Anfang September wieder aufgeholt. Nun rückt das Allzeithoch bei 132,68 Schweizer Franken wieder in greifbare Nähe. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 108,00 Euro (knapp 100 Franken) investiert. Nicht zu verachten zudem. Novartis ist ein verlässlicher Dividendenzahler. Seit 29 Jahren wurden die Dividenden regelmäßig erhöht. Die aktuelle Rendite liegt bei 2,9 Prozent. Novartis gehört zudem zu den drei größten Positionen im Schweiz Index des AKTIONÄR. Alle wichtigen Infos und Investmentmöglichkeiten dazu finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 09:10
Bei Google bevorzugen