Am morgigen Dienstag (04. August) ist es wieder soweit: Der Bayer-Konzern öffnet die Bücher zum vergangenen Geschäftsquartal. DER AKTIONÄR zeigt auf, was der Markt von den Leverkusenern erwartet und bei welchen Kennzahlen beziehungsweise Produktumsätzen interessierte Anleger genauer hinschauen sollten.
Besonders die Margen stehen im Fokus, die im zweiten Quartal 2026 unter Druck gestanden haben dürften. Analysten erwarten bei einem leichten Umsatzrückgang auf 10,67 Milliarden Euro ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 1,93 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum wies Bayer hier noch 2,11 Milliarden Euro aus. Unter dem Strich wird mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,75 Euro gerechnet.
"Die Ergebnisse von Bayer im zweiten Quartal könnten durch schwächere Margen in den meisten Geschäftsbereichen und den Wegfall des im ersten Quartal verbuchten Ertrags aus der Soja-Lizenz in Höhe von 450 Millionen Euro unter Druck geraten sein", so Jason Miner und Michael Shah von Bloomberg Intelligence. Der Bereich Consumer Health sehe sich in den USA und China weiterhin mit einer schwachen Nachfrage konfrontiert, heißt es weiter.
Indes wird mit einem weiteren Umsatzrückgang bei Xarelto gerechnet. Der Blutverdünner steht unter generischem Wettbewerbsdruck, da der Blockbuster seinen Patentschutz verloren hat. Der Markt rechnet mit Xarelto-Erlösen von knapp 378 Millionen Euro (Q2 2025: 650 Millionen Euro).
Und auch auf Eylea nimmt der Konkurrenzdruck zu. Analysten rechnen mit einem Umsatzrückgang von 862 auf 648 Millionen Euro.
Wachstumsseitig liegt der Fokus allen voran auf dem Prostatakrebs-Medikament Nubeqa. Im zweiten Quartal soll das Mittel satte 820 Millionen Euro in die Bayer-Kassen gespült haben (Q2 2025: 546 Millionen Euro). Für Kerendia erwartet der Markt ein Absatzplus auf 293 Millionen Euro (Q2 2025: 183 Millionen Euro).
Zudem könnte Bayer erste fundierte Aussagen zum Vermarktungsstart von Lynkuet und Beyonttra mit dem morgigen Halbjahresbericht liefern.
Bei Bayer wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Das dürften die Zahlen, die der Konzern morgen veröffentlichen wird, unterstreichen. Im Kurs ist indes schon einiges eingepreist. Anleger machen weiter einen Bogen um die Aktie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 13:55
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