Tesla liefert zum Jahresende deutlich weniger Fahrzeuge aus als erwartet. Das vierte Quartal fällt schwach aus, auch das Gesamtjahr 2025 bleibt hinter dem Vorjahr zurück. Die Zahlen zeigen, warum Anleger nervöser werden und Analysten ihre Erwartungen senken.
Tesla hat im vierten Quartal einen herben Rückschlag erlitten. Der US-Konzern lieferte weltweit 418.227 Fahrzeuge aus und blieb damit deutlich hinter den von Analysten durchschnittliche erwarteten 440.907 Einheiten zurück. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Rückgang um 15,6 Prozent. Besonders das Volumensegment schwächelte. Die Modelle 3 und Y kamen zusammen auf 406.585 Auslieferungen und damit 13,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die übrigen Baureihen spielten mit 11.642 Fahrzeugen erneut nur eine untergeordnete Rolle.
Auf Jahressicht bestätigte sich dieser Trend. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Tesla 1.636,129 ausgelieferte Fahrzeuge und damit 8,56 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit blieb der Konzern nicht nur hinter den eigenen Wachstumszielen zurück, sondern verlor auch seine Spitzenposition im globalen Markt für Elektroautos. Der chinesische Rivale überholte mit rund 2,26 Millionen ausgelieferten E-Autos Tesla erstmals auch in dieser Kategorie.
An der Wall Street wächst die Skepsis. Noch vor zwei Jahren rechneten Analysten mit mehr als 3 Millionen ausgelieferten Teslas im Jahr 2026. Inzwischen liegt der Konsens für kommendes Jahr bei nur noch rund 1,8 Millionen Fahrzeugen. Der zunehmende Wettbewerbsdruck, vor allem aus China, hinterlässt Spuren. Gleichzeitig fehlen klare Wachstumsimpulse im Volumensegment.
Konzernchef Elon Musk versucht daher, den Fokus zunehmend auf Zukunftsvisionen zu lenken. Fortschritte bei Robotaxis und autonomen Fahrdiensten dominieren die öffentliche Kommunikation. Im operativen Kerngeschäft mit Fahrzeugen konnten diese Themen die enttäuschende Entwicklung zuletzt noch überdecken.
Die Auslieferungszahlen kommen am Markt durchwachsen an – das vorbörsliche Plus von mehr als zwei Prozent bei der Tesla-Aktie schmolz bis kurz nach Handelsstart auf nur noch rund 0,1 Prozent zusammen. Ein Einstieg drängt sich aktuell nicht auf. Zu groß sind die Hoffnungen auf den Durchbruch beim autonomen Fahren sowie bei autonomen Robotern. Das spiegelt sich auch in der hohen Bewertung wider (KGV 26e: 207).
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 15:40