Tesla soll künftig auch die Chips für seine Autos und Roboter selbst bauen – und zwar bessere als jeder andere Hersteller. Das kündigte Elon Musk beim Fantreffen X Takeover in Austin an, obwohl er nach eigenen Worten noch „keine Ahnung“ hat, wie man Chips fertigt.
Sein Argument laut Bloomberg: In den Fabriken der Konkurrenz habe er kaum maßgeschneiderte Anlagen gesehen, Tesla und SpaceX entwickelten ihre Maschinen dagegen seit Jahren selbst. Die geplante Terafab wollen beide Konzerne selbst bauen und betreiben, TSMC bliebe allenfalls Untermieter.
Tesla-Aktie: Was kostet Musks Chipfabrik?
Für die erste Ausbaustufe der Terafab in Grimes County haben Tesla und SpaceX im August 16,8 Milliarden Dollar zugesagt. Tesla hat in den vergangenen vier Quartalen 3,81 Milliarden Dollar verdient. Trägt SpaceX die Hälfte, bindet das Projekt also mehr als zwei Jahresgewinne. TSMC steckt allein in Arizona 265 Milliarden Dollar in neue Werke – mit Jahrzehnten Erfahrung, die Musk fehlt.
Maschinen bauen ist nicht dasselbe wie Chips mit hoher Ausbeute fertigen. Weder Tesla noch SpaceX hat je einen Wafer produziert. Dass Musk TSMC außen vor lässt, ist vor allem eine Machtansage. Seine Wette: Wer Fabriken für Autos, Batterien und Raketen selbst einrichtet, lernt auch die Chipfertigung schneller als die Branche. Belegt ist das nicht.
Die Tesla-Aktie schloss am Freitag bei 382,70 Dollar, kurz unter der 200-Tage-Linie bei 390,60 Dollar. Knapp darunter verläuft die fallende Trendlinie seit dem Maihoch. Halt geben die steigende Trendlinie seit dem Sommertief bei rund 360 Dollar und die 50-Tage-Linie bei 354,74 Dollar. Gelingt der Sprung über beide Widerstände, wäre der Abwärtstrend seit Mai gebrochen. Fällt die Aktie unter die Aufwärtstrendlinie, rückt die 50-Tage-Linie in den Blick.
Ob die Chipwette Tesla stärkt oder bremst, wird sich am 21. Oktober mit den Zahlen zum dritten Quartal zeigen.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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