Der Ölmarkt ist alarmiert. Nach einem gezielten Angriff auf zwei Öltanker in irakischen Gewässern hat das Land den Betrieb seiner Ölterminals bis auf Weiteres ausgesetzt. Besonders ungünstig ist das Timing, da US-Präsident Trump erst kürzlich meinte, dass Öltanker die Straße von Hormus nutzen sollten. Die Nachricht sorgt für Unruhe an den Rohstoffbörsen, denn die Region ist und bleibt ein zentraler Knotenpunkt der globalen Energieversorgung.
Betroffen sind die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende „Safesea Vishnu“ sowie die maltesische „Zefyros“. Der irakische Generalleutnant Saad Maan sprach von einem „feigen Akt der Sabotage“. Während die „Safesea Vishnu“ im Auftrag der staatlichen Vermarktungsgesellschaft SOMO unterwegs war, transportierte die „Zefyros“ Kondensat der Basrah Gas Co.
TRUMP: "I think oil companies should use the Strait of Hormuz."
— Polymarket Intel (@PolymarketIntel) March 11, 2026
"We took out just about all of their mine ships in one night... just about all of their navy is gone." pic.twitter.com/Bw9s9Qnbvx
Besonders kritisch: Nach Angaben lokaler Behörden kam bei dem Vorfall mindestens ein Besatzungsmitglied ums Leben. Die restliche Crew konnte gerettet werden. Dass sich der Vorfall direkt innerhalb der irakischen Hoheitsgewässer ereignete, wertet die Regierung in Bagdad als schweren Eingriff in die nationale Souveränität.
Folgen für den Energie-Export
Der Leiter der staatlichen Hafengesellschaft reagierte unmittelbar und ordnete einen Stopp der Verladearbeiten an den Ölterminals an. Kommerzielle Häfen sind von der Maßnahme zwar ausgenommen, doch der Fokus liegt auf der Sicherheit des Öl-Exports. Die „Zefyros“ sollte eigentlich am 12. März den Hafen Khor Al-Zubair anlaufen, um weitere 30.000 Tonnen Naphtha – einen wichtigen Rohstoff für die Kunststoffindustrie – zu laden. Dieser Prozess steht nun still.
BREAKING: Oil tanker on fire after being attacked in the Persian Gulf - Reuters pic.twitter.com/reNGxMT2Bn
— BNO News Live (@BNODesk) March 11, 2026
Die irakische Regierung hat angekündigt, alle notwendigen rechtlichen Schritte einzuleiten. SOMO warnte in einem offiziellen Statement, dass dieser Vorfall nicht nur die Sicherheit des Landes gefährde, sondern auch die maritime Schifffahrt und die Stabilität der gesamten Ölförderung im Irak belaste.
Die Sorge vor einer Eskalation im Persischen Golf ist durch diese Meldung zurückgekehrt. Das ist auch am Ölpreis zu sehen, der aktuell wieder nahe der 100-Dollar-Marke notiert. Die Entwicklung der Ölpreise stehen auch im Mittelpunkt der neuen Ausgabe. Welche fünf Öl-Aktien jetzt ins Depot gehören, erfahren Sie hier.
Heute, 08:42