Der Nutzfahrzeugspezialist aus Leinfelden-Echterdingen hat im dritten Quartal davon profitiert, dass sich der im Vorjahr schwache US-Markt wieder erholt hat. Der Umsatz im Industriegeschäft, also ohne Finanzdienstleistungen, kletterte um ein Fünftel auf 11,6 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern schoss um fast drei Viertel auf 1,12 Milliarden Euro nach oben. Die Aktie gibt in einem schwachen Umfeld am Morgen leicht nach.
Besonders stark zeigte sich die bereinigte operative Marge im Industriegeschäft: Sie legte um knapp drei Prozentpunkte auf 9,1 Prozent zu und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie wuchs um mehr als drei Viertel auf 0,91 Euro, während der Auftragseingang um zehn Prozent auf 71.168 Fahrzeuge stieg.
Karin Radström, Vorstandsvorsitzende von Daimler Truck, kommentierte: „Unsere Ergebnisse im dritten Quartal zeigen, dass unser Geschäft weiter an Dynamik gewinnt. Besonders wichtig ist, dass wir unsere Profitabilität verbessert haben und gleichzeitig weltweit voll auf unsere Kunden ausgerichtet bleiben.“
Eva Scherer, CFO von Daimler Truck, fügte hinzu: „Der starke Cashflow im dritten Quartal zeigt unsere Disziplin, aus operativer Stärke Liquidität zu schaffen. Diese Disziplin wollen wir beibehalten und das Jahr stark zu Ende bringen.“
Daimler Truck bestätigte derweil die Prognose für das Gesamtjahr. Hier wird eine bereinigte Umsatzrendite des Industriegeschäfts von sieben bis neun Prozent erwartet.
Die Aktie von Daimler Truck verliert am Freitagmorgen in einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate 0,4 Prozent auf 41,31 Euro. Am Donnerstag hatte sie aber auch bereits stark zugelegt. 2,5 Prozent ging es hier nach oben. Charttechnisch wäre jetzt der Sprung über die 50- und 200-Tage-Linien ein wichtiges Signal. Investierte Anleger bleiben mit einem Stopp bei 37,50 Euro dabei.
Heute, 08:11
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