Lange konnte der britische Telekomkonzern Vodafone der Deutschen Telekom an der Börse nicht das Wasser reichen. Doch mittlerweile hat sich die Lage geändert. Während der Magena-Konzern unter der nachlassenden Zugkraft von T-Mobile US leidet, legt Vodafone erneut starke Zahlen aufs Parkett. Die Aktie legt zu Wochenbeginn knapp drei Prozent zu.
Im abgelaufenen Quartal haben die Briten den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Service-Umsatz kletterte um 9,8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro – bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte betrug das Plus 5,2 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL (After Leasing) legte um 6,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu – organisch waren es 6,2 Prozent mehr.
Konzernchefin Margherita Della Valle hat – vor allem wegen des Zukaufs von Safaricom – auch die Prognose nach oben geschraubt. Für das Gesamtjahr wird nun ein bereinigtes EBITDA AL von 13,0 bis 13,3 Milliarden Euro erwartet – nach bislang 11,9 bis 12,2 Milliarden Euro. Der bereinigte freie Cashflow soll nach wie vor bei 2,6 bis 2,9 Milliarden Euro liegen. Es wird aber jeweils angestrebt, das obere Ende der Bandbreiten zu erreichen.
Im wichtigen deutschen Markt konnte Vodafone leicht zulegen. Der Service-Umsatz kletterte hier organisch um 1,2 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro.
Vodafone überzeugt mit starken Zahlen und bleibt an der Börse gefragt. Seit der Neuempfehlung des AKTIONÄR im August 2024 hat die Aktie mittlerweile 55 Prozent zugelegt – inklusive Dividenden sind es sogar 70 Prozent. Damit stellen die Briten nach Jahren der Schwäche mittlerweile auch den DAX-Konzern Deutsche Telekom in den Schatten. Während die T-Aktie wegen der schwachen Performance der T-Mobile-US-Aktie vorerst weiter kein Kauf ist, bleiben Anleger bei Vodafone an Bord.
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