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19.02.2020 Marion Schlegel

Überflieger Scout24: Nach Rekordergebnis auf neues Allzeithoch

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Scout24

Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 hat 2019 weiter zugelegt. Besonders gut liefen die Portale AutoScout24 und Immobilienscout24. Der Konzernumsatz stieg nach ersten Berechnungen insgesamt um 15,4 Prozent auf 613,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. Bereinigt um Konsolidierungseffekte – inklusive Finanzcheck für das gesamte Jahr 2018; ohne das Technologieunternehmen Classmarkets und ohne AutoScout24 Spanien – legten die Erlöse um 11,8 Prozent zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wuchs um 10,4 Prozent auf 321,9 Millionen Euro. Die bereinigte Wachstumsrate lag bei 13,2 Prozent.

Scout24 (WKN: A12DM8)

Der Betreiber von Portalen für Immobilien, Auto und Finanzen geriet mehrfach in den Mittelpunkt des Interesses. Allerdings weniger durch seine gute Geschäftsentwicklung mit zweistelligen Wachstumsraten, sondern, weil gleich mehrere Finanzinvestoren das Unternehmen ins Visier genommen hatten. So versuchte Hellman & Friedman zusammen mit Blackstone Scout24 zu übernehmen, scheiterte jedoch: Im ersten Anlauf noch am Widerstand von Scout24, beim zweiten Versuch an der Widerspenstigkeit der übrigen Aktionäre. Hellman & Friedman hatte das Unternehmen erst selbst wenige Jahre zuvor an die Börse gebracht.

„Wir haben im Jahr 2019 die richtigen strategischen Entscheidungen getroffen. Gleichzeitig haben wir das operative Geschäft zu einem neuen Rekord geführt. Nach dem erfolgreichen Verkauf von AutoScout24, FinanceScout24 und FINANZCHECK.de liegt unser Fokus nun auf dem Wachstum von ImmoScout24. Als Marktführer ist ImmoScout24 optimal positioniert, um ein umfassendes Ecosystem für Immobilienmakler, Eigentümer und Suchende aufzubauen. Gerade Deutschland steht hier im internationalen Vergleich noch am Anfang und bietet enormes Potenzial. Wir werden weiter in neue Produkte und Technologien investieren, den Transaktionsprozess zunehmend digitalisieren und die Reichweite in unserem Markt ausbauen.“

Tobias Hartmann, CEO der Scout24 AG

Doch der Finanzinvestor kam schlussendlich doch zum Zug, allerdings anders als zunächst gedacht: So entschied sich Scout24 zum Jahresende, seine Portale AutoScout24 und Finanzcheck für 2,9 Milliarden Euro an Hellman & Friedman zu verkaufen. Der Abschluss der Transaktion steht für die erste Jahreshälfte 2020 an.

Die Aktie von Scout24 reagiert am Morgen mit einem deutlichen Kursplus von 1,9 Prozent auf 66,00 Euro auf die Zahlen. Damit hat das Papier das nächste neue Allzeithoch erreicht. Bereits in den Monaten zuvor ist die Aktie fast wie an der Schnur gezogen nach oben geklettert. Auch das Kursziel des AKTIONÄR von 72 Euro ist nicht mehr weit entfernt. Dabeibleiben und Stopp sukzessive nachziehen.

(Mit Material von dpa-AFX)