Die Tomra-Aktie hat nach ordentlichen Zahlen zum vierten Quartal und einem guten Ausblick am Freitag dennoch deutlich nachgegeben. Am Montag dominieren indes wieder klar die grünen Vorzeichen beim Papier des skandinavischen Maschinenbauers. Das Gros der Analysten, die sich regelmäßig mit dem Weltmarktführer für Pfandrücknahmesysteme befassen, bleiben zuversichtlich gestimmt.
Analystin Adela Dashian monierte, dass das unter den Erwartungen liegende "Collection"-Business zu schwächeren Umsätzen führte, die unter den Konsensschätzungen lagen. Allerdings übertraf wiederum das bereinigte EBITDA in den Segmenten "Recycling" und "Food" die Prognosen. Als Gründe für das bessere Abschneiden machte Dashian Restrukturierungsvorteile und eine günstigere Produktzusammensetzung aus.
Die Jefferies-Analystin ist derzeit die Einzige, die eine Halteempfehlung für die Tomra-Aktie ausspricht. DNB Carnegie und SB1 Markets raten sogar zum Verkauf mit jeweils einem Kursziel von 110 Norwegische Kronen (umgerechnet 9,75 Euro).
Dem gegenüber stehen allerdings zwölf Kaufempfehlungen. Unter anderem rät die Nordea Bank zum Kauf. Das Kursziel erhöhte Experte Andreas Nibe Nygard nach den Zahlen sogar von 145 auf nun 151 Kronen (13,38 Euro).
Eine Zielkurs-Korrektur nach unten nahm indes Analyst Martin Granviken von Kepler Cheuvreux vor (von 151 auf 137 Kronen) vor. Die Einstufung "Buy" hat allerdings Bestand.
Die Zahlen haben die Marktteilnehmer nicht vom Hocker gerissen. 2026 werden aber vor allem die "neuen Märkte" für Pfandrücknahmeautomaten (Polen und Portugal) erheblichen Einfluss auf die operative Entwicklung haben. Ohnehin sind die mittel- bis langfristigen Wachstumstreiber für den Maschinenbauer intakt. Der Titel bleibt ein attraktives Investment für Anleger mit Weitblick. Übrigens: Tomra ist Teil des Zero Plastic Index des AKTIONÄR. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
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