Der Technologieindex Nasdaq 100 notiert derzeit mehr als ein Prozent im Minus. Der Grund: Anleger trennen sich von Halbleiteraktien und greifen hingegen bei der Old Economy beherzt zu. Daher notieren auch die Aktien von Nvidia sichtbar im Minus. Dabei gab es heute eine positive News, die der Markt links liegen lässt.
Kurz und knapp
• Nvidia liefert KI-Chips und Recheninfrastruktur an das japanische Bündnis Noetra unter Führung der SoftBank Group.
• Der Umsatz mit „Sovereign AI“ hat sich im Geschäftsjahr 2026 auf mehr als 30 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifacht.
• Nvidia sieht großes Potenzial in Physical AI und Robotik, einem möglichen Markt von bis zu neun Billionen US-Dollar.
Nvidia hat Japan als den nächsten großen Markt für seine Prozessoren, die bei KI-Anwendungen zum Einsatz kommen, herausgestellt. Das sollte helfen, Zweifel an der Nachhaltigkeit der Ausgaben vieler Big-Tech-Konzerne für Nvidias Chips zu zerstreuen. Dieses Thema flammt immer wieder am Markt auf.
Der Chiphersteller teilte heute mit, dass KI-Chips und Recheninfrastruktur für Basismodelle an Noetra geliefert werden. Dabei handelt es sich um ein japanisches Industriebündnis unter Führung der SoftBank Group sowie weiterer großer Unternehmen wie zum Beispiel Sony. Noetra wird zunächst 13.750 Nvidia-Vera-Zentralprozessoren und 27.500 Nvidia-Rubin-Grafikprozessoren installieren. Damit sollen Rechenzentrumskapazitäten von 140 Megawatt bereitgestellt werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
Gemessen an den Hunderttausenden Chips, die Nvidia an seine größten US-Unternehmenskunden verkauft, ist das eher wenig. Doch Nvidias Umsatz mit sogenannter „Sovereign AI“, also staatlich unterstützten Initiativen zum Aufbau unabhängiger KI-Technologie, hat sich im Geschäftsjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 30 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifacht. Für die Zukunft setzt das Unternehmen auf deutlich größeres Wachstum.
Außerdem sagt Nvidia, dass man mit mehreren japanischen Unternehmen im Bereich Physical AI zusammenarbeite. Zugleich stellte das Unternehmen zwei neue Supercomputing-Module für fortgeschrittene Robotik vor. Nvidia erklärte, dass T3000 und T2000 neue Module auf Basis seiner Thor-Computing-Architektur seien, die Robotik für den Massenmarkt ermöglichen sollen.
Das Potenzial in diesem Segment dürfte riesig sein. Der RBC-Analyst Tom Narayan prognostiziert, dass bis 2050 jährlich rund 350 Millionen Roboter zu einem geschätzten Stückpreis von jeweils 25.000 US-Dollar verkauft werden. Das entspräche einem Marktvolumen von neun Billionen US-Dollar.
Nvidia wird an der Börse aktuell mit einem KGV für das kommende Jahr von 16 bewertet und ist damit günstiger als der S&P 500, der auf ein KGV von 20 kommt. Angesichts der ganzen positiven Faktoren ist die Aktie ein Schnäppchen. DER AKTIONÄR bleibt bullish und hält an seinem Kursziel von 230 Euro fest.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Heute, 20:54
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