Die Fastly-Aktie hat am Mittwoch nach dem Investorentag in New York um 13,7 % auf 29,65 Dollar zugelegt. Das Unternehmen betreibt ein weltweites Servernetz, das Webseiten, Videos und Apps schnell zum Nutzer bringt und gegen Angriffe abschirmt. Zunächst hatte der Auftritt enttäuscht: Am Dienstag verlor das Papier knapp fünf Prozent, dann drehte die Stimmung, getragen von Analysten und einer Spur zu Metas neuem KI-Agenten Muse.
Fastly: Die Ziele für 2029
Das Management peilt für das Jahr 2029 einen Umsatz von 1,10 bis 1,30 Milliarden Dollar an. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 14 bis 21 % ab 2026. Die bereinigte operative Marge soll auf 20 bis 22 % steigen, die Free-Cash-Flow-Marge auf zwölf bis 15 %. Zum Vergleich: In den vergangenen zwölf Monaten blieben vom Umsatz gut sieben Prozent als freier Mittelzufluss übrig. Rückenwind sieht Fastly bei Maschinen: Von Januar bis Mai wuchs der KI-Datenverkehr auf der Plattform laut Unternehmen 6,5-mal so schnell wie der menschliche.
Die Wall Street ist gespalten. Piper-Sandler-Analyst James Fish nennt die Zielspanne „leicht über“ den Erwartungen und womöglich konservativ. D.A.-Davidson-Analyst Rudy Kessinger hebt die Sicherheitssparte hervor: Bot-Management und DDoS-Abwehr wachsen jeweils um mehr als 100 % zum Vorjahr. RBC-Analyst Rishi Jaluria dagegen wartet ab: zu breite Zielspanne, harter Wettbewerb im Kerngeschäft.
Fastly: Die Meta-Frage
Den eigentlichen Schub lieferte Meta. Der Konzern hatte Muse am 8. September gestartet, einen KI-Agenten, der für seine Nutzer Aufgaben erledigt. Laut Apptopia wurde die App in den ersten zwölf Tagen in den USA und Kanada 1,8 Millionen Mal aufs iPhone geladen, öfter als einst ChatGPT. Am Mittwoch legte Meta auf der Konferenz Connect nach und kündigte Partnerschaften mit Händlern wie Walmart und Best Buy an. Hier setzt eine Auswertung des X-Accounts „Odd Diligence“ an: In 738 Testanfragen lief rund 29 % des Muse-Datenverkehrs über Fastly. Stimmt die Zahl, verdient Fastly an jeder Anfrage mit, die Metas Agent abarbeitet.
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Meta schloss am Mittwoch bei 744,10 Dollar. Seit dem Muse-Start am 8. September hat die Aktie gut 21 % zugelegt. Erste Hürde ist das Tageshoch vom Mittwoch bei 763,90 Dollar, zugleich ein neues 52-Wochen-Hoch, knapp drei Prozent entfernt. Nach unten stützen die Tiefs von Dienstag und Mittwoch bei 730 und 739,51 Dollar. Die 200-Tage-Linie bei rund 625 Dollar liegt weit unter den aktuellen Kursen.
Meta ist übrigens gemeinsam mit Apple, Microsoft, Intel und einigen anderen spannenden Technologietiteln im Global AI Index vertreten, mit dem man breit aufgestellt von einem möglichen Siegeszug der KI profitieren kann.
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