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15.09.2020 Emil Jusifov

Harter Konkurrenzkampf: Google-Mutter kopiert TikTok

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Alphabet

Alphabet zeigte sich im Gegensatz zu den anderen vier Tech-Riesen aus dem GAFAM-Index bisher eher unscheinbar in der Coronakrise und fiel auch nicht durch spannenden Newsflow auf. Doch nun sorgt auch die Google-Mutter für positive Dynamik in ihrem operativen Geschäft.

Gestern wurde bekannt, dass die Google-Tochter YouTube mit Shorts einen TikTok-ähnlichen Dienst in Indien einführen möchte. TikTok ist in Indien schon seit Längerem verboten. Aktuell läuft die Testphase von Shorts. Die Beta-Version von Shorts ist bereits für Android-Nutzer in Indien verfügbar.

Partnerschaft mit SoFi Stadium

Daneben gibt es noch positive News im Kontext der Google-Cloud. Wie am Freitag bekannt wurde, geht Google eine Partnerschaft mit dem American-Football-Stadion SoFi Stadium in Los Angeles ein, in welchem so wichtige Sport-Events wie Super Bowl 2022 oder die Sommerolympiade 2028 veranstaltet werden.

Korrektur läuft

Die Alphabet-Aktie hat im Zuge der Marktkorrektur rund 13 Prozent eingebüßt und ist unter die 50-Tage-Linie gerutscht. Aus charttechnischer Sicht gilt es für die Bullen nun schnell wieder den GD50 und den Widerstand bei 1.600 Dollar zu erobern, um im Anschluss die 1.700-Dollar-Marke ins Visier zu nehmen. Das Allzeithoch wartet dann auf die Bullen bei 1.726,10 Dollar.

Alphabet (WKN: A14Y6F)

DER AKTIONÄR bewertet den baldigen Launch von Shorts in Indien positiv und hält es für wahrscheinlich, dass Shorts auch in anderen Ländern demnächst eingeführt wird. Dies sollte sich wiederum positiv auf das Nutzerwachstum von YouTube auswirken. Alphabet bleibt ein Basisinvestment des AKTIONÄR.

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Alphabet.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2