Der Wochenauftakt liefert im Chipsektor ein uneinheitliches Bild. Während die koreanischen Schwergewichte Samsung und SK Hynix sieben bis acht Prozent verlieren, hält sich der deutsche Anlagenbauer Aixtron leicht im Plus. Auch die US-amerikanischen Chipwerte Marvell, Lam Research und Micron tendieren am Morgen fester. Zusätzliche Unterstützung liefert eine neue Analystenstudie.
Die deutlichen Verluste bei Samsung und SK Hynix ziehen nicht den gesamten Chipsektor nach unten. Marvell, Lam Research und Micron beispielsweise legen am Morgen zwischen einem und drei Prozent zu. Auch die Aixtron-Aktie kann sich mit einem leichten Plus dem schwachen Trend aus Korea entziehen.
Für Unterstützung sorgt zudem JPMorgan. Die Analysten der US-Großbank haben das Kursziel für Aixtron zwar von 70 auf 60 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Verglichen mit dem aktuellen Kurs von 36,27 Euro liegt das neue Ziel noch immer rund 65 Prozent höher.
Operativ richtet sich der Blick auf den Produktionshochlauf bei Anlagen für Laser-Anwendungen. Der Auftragseingang war im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 81 Prozent auf 214,5 Millionen Euro gestiegen. Rund 75 Prozent der Anlagenbestellungen entfielen auf die Optoelektronik. Der Auftragsbestand erreichte 456,9 Millionen Euro.
Nach einem Umsatz von 115,1 Millionen Euro im zweiten Quartal erwartet Aixtron für das dritte Quartal 160 bis 200 Millionen Euro. Größere Laser-Systemauslieferungen sollen die deutliche Beschleunigung ermöglichen. Die Jahresprognose von 530 bis 590 Millionen Euro wurde bestätigt.
DER AKTIONÄR hat am vergangenen Donnerstag bei etwa 34,50 Euro zum Aufbau einer ersten Position in der Aixtron-Aktie geraten. Die Studie von JPMorgan bestätigt in der Einschätzung, dass der MDAX-Wert noch deutliches Aufholpotenzial hat.
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