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Chipaktien: Minus 6,72 Prozent an einem Tag – jetzt einsteigen?

Chipaktien: Minus 6,72 Prozent an einem Tag – jetzt einsteigen?
Foto: Nasdaq
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Ingo Nix Heute, 10:24 ‧ Ingo Nix
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Chipaktien erlebten am Donnerstag teils ihren schwärzesten Tag seit dem Sommer: Der Philadelphia-Halbleiterindex SOX verlor 6,72 Prozent auf 10.732 Punkte. Den Ausschlag gaben Meta und Lam Research. Meta weitet seine Ausgaben für KI-Rechenzentren noch einmal aus und gibt dafür erstmals seit 2012 mehr Geld aus, als das Geschäft abwirft. Anleger fragen nun lauter, ob sich die Milliarden der großen Cloud-Konzerne je auszahlen.

Chipaktien: Billiger heißt noch nicht günstig

Seit dem Rekord im Juni hat der SOX mehr als ein Viertel verloren, viele Chipwerte wirken damit preiswert. Doch ein sinkendes Kurs-Gewinn-Verhältnis ist nur so viel wert wie die Gewinnschätzung dahinter. Drei Werte zeigen, wie unterschiedlich der Ausverkauf trifft.

Lam Research steigerte den Umsatz im September-Quartal auf 8,22 Milliarden Dollar und übertraf den Konsens, auch der Ausblick von 8,6 Milliarden Dollar lag knapp darüber. Gereicht hat das nicht: Die Aktie brach am Donnerstag um 11,8 Prozent auf 230,15 Dollar ein. AMD verlor 8,10 Prozent auf 507,93 Dollar. Als Nummer zwei hinter Nvidia bei KI-Prozessoren reagiert die Aktie besonders heftig auf jeden Zweifel an der Nachfrage. TSMC zeigt die Gegenseite: Der Auftragsfertiger rechnet für das vierte Quartal mit 52,3 bis 54,3 Milliarden Dollar Umsatz, Analysten hatten 49,1 Milliarden erwartet. Hier sinkt das Kurs-Gewinn-Verhältnis, weil die Gewinne steigen – nicht nur, weil der Kurs fällt. Das zeigt auch der Abstand zum Jahreshoch: Lam Research liegt 47,5 Prozent darunter, AMD 22,9 Prozent, TSMC nur 15,4 Prozent.

Der Markt sucht derweil Schutz. Basiskonsumgüter legten mehr als drei Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4,95 Prozent, erstmals seit dem 23. September unter fünf Prozent. 

Infront Tech 100 (WKN: A0AE1X)

Der Nasdaq 100 verlor gestern 2,90 Prozent. Er schloss am Donnerstag bei 28.959 Punkten und damit 7,66 Prozent unter seinem Rekordhoch von 31.361 Punkten. Erster Widerstand ist die Kurslücke vom Donnerstag zwischen 29.412 und 29.823 Punkten. Darüber verläuft die 50-Tage-Linie bei 29.850 Punkten. Unterstützung bieten die Septembertiefs um 28.900 Punkte. Zur 200-Tage-Linie bei 27.820 Punkten beträgt der Abstand rund vier Prozent. Fällt die 28.900er-Marke, ist die 200-Tage-Linie die nächste Haltelinie, danach folgt das Augusttief bei rund 27.200 Punkten.

Ob die Cloud-Konzerne an ihren Plänen festhalten, zeigt sich in der kommenden Woche: Am 28. Oktober entscheidet die Fed über die Zinsen, am selben Abend legen Alphabet und Microsoft Zahlen vor, Amazon folgt am 29. Oktober.

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