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01.09.2020 Nikolas Kessler

Apple: Wenn das iPhone vor Corona warnt…

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Apple

Apple gibt Regierungen künftig die Möglichkeit, eine Corona-Warn-Infrastruktur auf Smartphones auch ohne eine gesonderte App wie etwa die deutsche „Corona-Warn“-App des RKI aufzusetzen. Die nötige Funktionalität soll direkt in das Betriebssystem von iPhones integriert werden. Google plant bei Android Ähnliches.

Apple will die entsprechende Warn-Technik für die Geräte bereits mit dem Update auf iOS 13.7 zur Verfügung stellen, das für den heutigen Dienstag angekündigt wurde. Die Technologie soll helfen, die Coronavirus-Ausbreitung zu stoppen, indem Nutzer gewarnt werden, wenn sie sich neben einer infizierten Person aufhielten. Smartphones, auf denen die Funktion aktiviert wurde, tauschen untereinander Bluetooth-Schlüssel aus.

Nach aktuellen Vorgaben der Gesundheitsbehörden gibt es eine Warnung, wenn sich herausstellt, dass man sich 15 Minuten lang in der Nähe eines Infizierten aufhielt. Die Dauer und die Entfernung können von den Behörden angepasst werden. Ein Erfolg der Apps hängt auch davon ab, dass Nutzer ihre positiven Ergebnisse eines Corona-Apps in der App teilen. Der Abgleich der Schlüssel wird dabei nur auf den Smartphones durchgeführt, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Google will eine vergleichbare Funktion in die neuste Version des Android-Betriebssystems implementieren, die im Laufe des Monats zur Verfügung stehen soll. Die Nutzer der beiden Systeme werden gefragt, ob sie an der Nachverfolgung teilnehmen wollen. Bestehende Corona-Warn-Apps werden auch weiterhin funktionieren, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Apple (WKN: 865985)

Bei der Apple-Aktie treten die Corona-Sorgen derweil immer weiter in den Hintergrund – dort herrscht nach dem Split am Montag weiterhin Partystimmung. Im freundlichen Umfeld für Tech-Werte ist der Kurs am Dienstag im US-Handel um weitere vier Prozent nach oben geklettert und hat bei 134,80 Dollar ein neues Rekordhoch markiert. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen, Neueinsteiger warten zunächst eine Konsolidierung ab.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Apple.

Mit Material von dpa-AFX.

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