Apple stellt die Kundschaft auf höhere Preise ein. Konzernchef Tim Cook sagte dem Wall Street Journal, Preisaufschläge seien nicht mehr zu vermeiden. Hintergrund ist der anhaltende KI-Boom: Der massive Ausbau von Rechenzentren treibt die Nachfrage nach Speicherlösungen, während die verfügbaren Kapazitäten der Hersteller seit Monaten nicht ausreichen. Die Folge sind kräftig steigende Einkaufspreise in der gesamten Branche.
• Apple bereitet Kunden auf höhere Preise vor.
• Treiber der Entwicklung ist der KI-Boom: Der Ausbau von Rechenzentren erhöht die Nachfrage nach Speicherlösungen, während das Angebot knapp bleibt.
• Noch ist offen, wann Apple die Preise anhebt, wie stark die Aufschläge ausfallen und welche Produkte konkret betroffen sind.
Noch ließ Cook offen, wann genau Apple die Preise anheben will, wie stark die Aufschläge ausfallen und welche Produkte betroffen sein werden. Als nächster wichtiger Termin gilt der Herbst, wenn Apple traditionell seine neue iPhone-Generation präsentiert. In Deutschland kostet das iPhone 17 derzeit ab 949 Euro, das iPhone 17 Pro startet bei 1.299 Euro. Laut Bloomberg könnte Apple seine Produktpalette in diesem Jahr zudem um ein faltbares iPhone ergänzen.
Bislang gelang es dem US-Konzern unter anderem dank langfristiger Liefervereinbarungen, die Belastungen bei den Speicherchips für Kunden weitgehend abzufangen. Doch laut Cook stößt diese Strategie an Grenzen. Apple habe zwar versucht, die „riesigen“ Mehrkosten intern aufzufangen, auf Dauer sei das aber nicht tragfähig. Hinweise darauf hatte das Unternehmen bereits in den vergangenen Monaten gegeben, als von möglichen Gegenmaßnahmen wegen der gestiegenen Speicherkosten die Rede war.
Mit dem Problem steht Apple nicht allein. Mehrere PC-Hersteller und Anbieter von Spielekonsolen haben ihre Preise bereits erhöht. Auch andere große Elektronikkonzerne signalisierten zuletzt, dass die Belastung durch teurere Speicherchips inzwischen ein Niveau erreicht habe, das ohne Preisweitergaben kaum noch zu bewältigen sei.
Die Aktie von Apple hat seit ihrem Hoch Anfang Juni bei 317,40 Dollar zuletzt etwas korrigiert. Eine Verschnaufpause nach der starken Entwicklung zuvor ist nun wahrscheinlich. Insgesamt bleibt das bullische Chartbild aber intakt. Wichtig ist, dass die 38-Tage-Linie verteidigt werden kann. Die Aktie bleibt auf der Watchlist. Apple befindet sich auch im Magnificent 7 Index des AKTIONÄR. Alle Infos dazu sowie entsprechende Investmentmöglichkeiten finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 08:01