Der Energiehunger rund um den Globus wird immer weiter zunehmen – nicht zuletzt durch die voranschreitende, sektorübergreifende Digitalisierung und den Megatrend KI. Starkstromkabel sind hier unverzichtbar. Als einer der größten Player in dem oligopolistisch strukturierten Markt ragt AKTIONÄR-Tipp Prysmian heraus. Die italienische Aktie stieg diese Woche erstmals über 100 Euro.
DER AKTIONÄR hat schon oft über die Story der Mailänder geschrieben, die als Profiteur des wachsenden Strombedarfs gehandelt werden. In der Vergangenheit ist das Unternehmen stark via Übernahmen gewachsen. So auch zuletzt: In der vergangenen Handelswoche kündigte der Starkstromkabel-Hersteller die Akquisition der spanischen ACSM an.
ACSM fokussiert sich auf die Verlegung von Seekabeln. Mit der Akquisition holt sich Prysmian frische Expertise respektive Lösungen in den Bereichen Unterwasservermessung, Meeresbodenvorbereitung sowie Installation ins Haus. ACSM generierte 2024 Erlöse in Höhe von 62 Millionen Euro, das EBITDA lag bei 22 Millionen Euro. Prysmian übernimmt die Firma für einen Kaufpreis von 169 Millionen Euro, also gut den 2,7-fachen 2024er-Umsatz. Das geht angesichts der attraktiven Margen vollkommen in Ordnung.
In dieser Handelswoche sind Anleger erstmals bereit gewesen, gut 100 Euro für eine Prysmian-Aktie auf den Tisch zu legen (der italienische Starkstromkabel-Spezialist ging 2007 zum Platzierungspreis von 15 Euro an die Börse). Bereits im September 2025 stellte DER AKTIONÄR im Artikel "AKTIONÄR-Tipp Prysmian wie am Kabel gezogen: 3 Gründe für dreistellige Kurse" gute Argumente für die jüngste Top-Performance vor.
Prysmian ist und bleibt einer der großen europäischen Top-Gewinner, was den Ausbau der globalen Energieinfrastruktur betrifft – egal ob an Land respektive auf oder unter dem Wasser. Größere Rücksetzer bleiben Einstiegschancen für Anleger mit Weitblick. AKTIONÄR-Leser liegen seit Vorstellung in Ausgabe 18/2025, als das Papier mitten in Trumps Zollgewitter zum Kauf empfohlen wurde, rund 120 Prozent im Plus.
Heute, 14:11