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AeroVironment‑Aktie: Das nächste Spielfeld für die Drohnenabwehr

AeroVironment‑Aktie: Das nächste Spielfeld für die Drohnenabwehr
Foto: Shutterstock
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Ingo Nix Heute, 10:20 ‧ Ingo Nix
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Die Jacksonville Jaguars aus Florida setzen als erste Mannschaft der US-Football-Profiliga NFL auf aktive Drohnenabwehr – geliefert von der Ondas-Tochter Sentrycs. Wird aus dem Stadion-Auftrag ein Geschäft für die Aktie – oder wer könnte sonst profitieren?

Am Sonntag, 27. September, wurde es über dem EverBank Stadium in Florida erstmals ernst: Vor dem Heimspiel der Jacksonville Jaguars gegen die New England Patriots schaltete Sentrycs sein Abwehrsystem scharf. Die Tochter von Ondas übernimmt fremde Drohnen per Funk und landet sie sicher – ohne Störsender, ohne Schuss. Der Bedarf ist real: Die Football-Profiliga NFL zählte von 2021 bis 2025 insgesamt 10.852 Drohnenverstöße um ihre Stadien.

Ondas: Vom Stadion in die Bilanz

Seit dem 1. Juli dürfen dank des Safer Skies Act auch Behörden vor Ort Drohnen über Flughäfen und Großveranstaltungen stoppen. Das Wachstum zeigt sich in den Zahlen: Im zweiten Quartal setzte Ondas 83,8 Millionen Dollar um, nach 6,3 Millionen im Vorjahresquartal. Der Auftragsbestand stieg einschließlich der Zukäufe DZYNE und Cyberhawk auf 757 Millionen Dollar – Ende 2025 waren es erst 68 Millionen. Die Kehrseite: Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) lag im zweiten Quartal bei minus 50,6 Millionen Dollar, nach minus 10,9 Millionen im ersten Quartal.

Für Ondas ist die Liga vor allem ein Schaufenster. Nach eigenen Angaben hat Sentrycs zwei weitere NFL-Teams unter Vertrag, NFL und Baseball-Liga MLB fordern in Washington mehr Mittel gegen Drohnen. Das große Geld verdient Ondas aber mit Militär und Grenzschutz. Genau dort konkurriert Ondas mit AeroVironment, dessen Abwehrsystem Titan bisher Stützpunkte der Air Force schützt. Den Stadionmarkt hat der größere Rivale noch nicht betreten, dabei sitzt er auf einem finanzierten Auftragsbestand von 1,5 Milliarden Dollar.

AeroVironment (WKN: A0MJX7)

Wer auf den Sektor setzt, schaut auf den größeren Konkurrenten. Die Aktie von AeroVironment schloss am Freitag, 25. September, bei ca. 152 Dollar – rund 64 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 417,86 Dollar. Den Widerstand markiert vorerst das Hoch vom 18. September bei 168,00 Dollar. Unterstützung bietet das Tief vom 11. September bei 138,31 Dollar. 

Die Aktie hat sich bislang über dem vom AKTIONÄR empfohlenen Stoppkurs von 119 Euro gehalten. Spekulativ orientierte Anleger können darauf setzen, dass sich der Kurs nun wieder nach oben bewegt. Nach den starken Zahlen hat das Management den Jahresausblick bestätigt – hier könnte es in den kommenden Monaten noch Luft nach oben geben.

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