Nach dem Verlust eines wichtigen Großauftrags für das US-Militär war AeroVironment zu Jahresbeginn deutlich unter Druck geraten. Doch mittlerweile ist dieser Rückschlag eingepreist und die Aktie des Drohnenherstellers hat einen Boden ausgebildet. Starke Zahlen sorgen am Donnerstag sogar wieder für ein Plus von fünf Prozent vor Handelsstart an der Wall Street.
Am Mittwoch hat AeroVironment nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 (per Ende April) steigerte AeroVironment den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 480,5 Millionen Dollar. Am Markt waren lediglich 452 Millionen Dollar Umsatz erwartet worden. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 59 Cent ebenfalls deutlich über den erwarteten 25 Cent. Stark entwickelte sich auch der Auftragsbestand, der von 1,2 auf 1,5 Milliarden Dollar gestiegen ist.
Für das Gesamtjahr stellt AeroVironment unverändert einen Umsatz zwischen 2,125 und 2,225 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EBITDA zwischen 305 und 325 Millionen Dollar in Aussicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 3,02 und 3,34 Dollar liegen. Der Konsens liegt beim Umsatz bei 2,19 Milliarden Dollar und beim Gewinn je Aktie bei 3,22 Dollar.
Die Nachfrage nach unbemannten Flug- und Waffensystemen bleibt zwar hoch. Auch die Militärausgaben in vielen Ländern steigen, durch den Iran-Krieg hat die Bedeutung und das Bewusstsein für Drohnentechnik und -abwehr noch einmal zugenommen.
Seit dem Verlust des Großauftrags für die BADGER-Antennensysteme, hat sich der Fokus bei AeroVironment auch verschoben. Das Drohnen- und Loitering-Munitions-Geschäft boomt, zudem gab es neue Großaufträge der U.S. Army im Bereich der Drohnenabwehr.
AeroVironment konnte an der Börse wegen der Probleme in diesem Jahr nicht von der hohen Drohnennachfrage profitieren. Die Aktie hat sich bislang allerdings über dem Stoppkurs des AKTIONÄR von 119 Euro gehalten. Spekulativ orientierte Anleger können darauf setzen, dass sich der Kurs nun wieder nach oben bewegt. Nach den starken Zahlen könnte es in den kommenden Monaten beim Ausblick noch Luft nach oben geben,
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