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US‑Tech vor dem großen Comeback?

US‑Tech vor dem großen Comeback?
Foto: ChatGPT/Sora
DER AKTIONÄR Heute, 10:00 DER AKTIONÄR

Die Märkte erfordern aktuell vor allem eines: einen kühlen Kopf, Geduld und eine Strategie. Das „Kirchhoff-System“ vereint diese Eigenschaften in einem Börsendienst – und erntet dafür den entsprechenden Erfolg.

Geopolitische Unsicherheiten, Krisen und Kriege sowie wildes politisches „Getwittere“ haben die Märkte in den vergangenen Monaten regelrecht durchgeschüttelt. Jüngstes Beispiel: der Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran. Ereignisse, die sich auf die sensiblen Weltmärkte mit einer entsprechend hohen Volatilität auswirken. Für Anleger stellt sich daher die Frage: Wo lohnen sich Aktieninvestments aktuell überhaupt noch und wie behalte ich einen kühlen Kopf?

Börsenbrief-Autor Golo T. Kirchhoff ist seit über 20 Jahren an den Börsen aktiv – früher als Financial Planner bei Private-Equity-Gesellschaften und Banken, heute als Autor des erfolgreichen Börsendienstes „Kirchhoff-System“. Über einen Kanal in der DER AKTIONÄR App navigiert er seine Leser zielsicher durch die wilden Börsenphasen.

Über seine Strategie und das Geheimnis seines Erfolgs hat er mit DER AKTIONÄR gesprochen.

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Quelle: Börsenmedien AG
„Bei meiner Strategie verlasse ich mich zu 100 Prozent auf Fakten und weniger auf Fantasie.“ Golo T. Kirchhoff, Kirchhoff-System

DER AKTIONÄR: Golo, du betreibst seit 2023 deinen Börsendienst – mit Erfolg. Ist es Zufall oder System in diesen Marktphasen?

Golo T. Kirchhoff (lacht): Ganz klar System. Ich greife auf Daten zurück, die normalerweise nur den ganz großen Playern wie Goldman Sachs oder J.P. Morgan zur Verfügung stehen. Dadurch sehe ich, wohin das Geld der Big Player fließt – und genau dort positioniere ich mich strategisch.

Wie lässt sich denn dein Investmentansatz einfach erklären?

Ich analysiere zum einen die Commitment-of-Traders-Daten. Sie sind ein wöchentlicher Bericht der US-Aufsichtsbehörde CFTC, der zeigt, wie sich verschiedene Händlergruppen an den US-Terminmärkten positionieren. Daraus lassen sich gleich mögliche Trendwenden erkennen. Zudem achte ich auf die SEC Filings. Diese werden einmal im Quartal veröffentlicht und listen auf, welche Unternehmen für Großinvestoren wie Hedgefonds oder Banken an Relevanz gewinnen und wo sie hohe Summen investieren. Mein Ansatz ist daher datenbasiert: Je früher man sich dort positioniert, wo das große Geld hinfließt, umso größer ist die Chance, dass es für diese Werte nach oben geht.

Du bist nicht nur großer Datenfan, sondern auch Technischer Analyst. Wie wichtig ist die Technische Analyse bei deiner Aktienauswahl?

Enorm wichtig. Algorithmen und KI dominieren die Märkte heute. Mit Methoden wie der Elliott-Wellen-Analyse oder Ichimoku-Analyse lassen sich die Bewegungen der großen Player frühzeitig erkennen.

Galiano Gold Chart
Eine Verschiebung der Aktionärsstruktur und starke Bohrergebnisse sorgten für Aufmerksamkeit. Nach nur 5,5 Wochen nach Aufnahme ins Kirchhoff-System stieg die Aktie um knapp 20 Prozent.

Die Märkte sind aktuell ziemlich unberechenbar. Wie geht es aus deiner Sicht weiter?

Die Korrektur an den Börsen war überfällig, da es ja doch seit sehr langer Zeit fast nur bergauf ging. Die Märkte waren einfach überhitzt – jetzt sind sie bereinigt und die Big Player kommen zurück.

Besonders spannend wird es aus meiner Sicht im Technologiesektor. Die amerikanischen Tech-Werte waren in den letzten sieben Jahren nicht mehr so günstig wie heute – US-Tech könnte sogar erstmals seit 2017 günstiger als der Gesamtmarkt werden. Entsprechend mache ich mich in meinem Börsenbrief „Kirchhoff-System“ schon bereit für den nächsten Aufwärtstrend. Die kommenden Wochen und Monate – vor allem in Sachen Irankonflikt – werden dabei entscheidend sein.

Viele Anleger haben jüngst versucht, auf fallende Kurse zu setzen. Du hast dich trotzdem long positioniert. Warum?

Ich habe bewusst Long-Chancen am Tiefpunkt genutzt, um verschiedene Trades umzusetzen. Dabei haben wir jeweils um die zehn Prozent mitgenommen. Beispiele sind Netflix mit Blick auf den Übernahmepoker um Warner Bros. oder Oracle vor den Zahlen. Wir sind bei Marvell Technology und Arm Holdings eingestiegen, um von den Bewegungen im Chipsektor zu profitieren, und haben einen schnellen Trade bei Twenty One Capital gemacht. Alles kleinere Gewinne, die sich aber auf ein Jahr auch erheblich summieren.

Du arbeitest also nicht gegen den Markt, sondern nutzt gezielt Chancen?

Genau. In volatilen Phasen geht es nicht darum, permanent aktiv zu sein – sondern die richtigen Momente abzupassen und einfach einmal ein paar Prozent Gewinn mitzunehmen.

Trades Kirchhoff-System
300 Titel wurden seit Auflegung 2023 im „Kirchhoff-System“ gehandelt.

Wie sieht dein Fazit nach fast drei Jahren „Kirchhoff-System“ aus?

Ganz ehrlich, es war eine extre­me Reise. Ich bin quasi auf Höchstständen im November 2023 gestartet. Seither haben wir über 300 Titel in meinem Dienst gehandelt – mit einer Trefferquote von zeitweise über 90 Prozent.

Worauf ich besonders stolz bin, war, als wir im Februar 2025 knapp 70 Prozent Cash aufgebaut hatten und wenige Tage später der Trump-Zoll-Crash kam. Genau diesen Moment haben meine Leser und ich genutzt, als viele Aktien am Tief waren, um gezielt neue Trades – mit Gewinn – aufzubauen.

Manchmal lohnt es sich einfach, die Füße still zu halten – gerade in so volatilen Märkten, wie wir sie aktuell sehen. Wenn man versteht, wie sich das große Geld verhält, kann man sich entsprechend vorbereiten und später profitieren.

Banner Kirchhoff-System

Abschließende Frage: Wer ist dein aktueller Börsenfavorit?

Besonders interessant finde ich derzeit Infleqtion (WKN A422S8). Das Unternehmen ist im Bereich Quanten- und Deep Tech aktiv – ein Markt mit enormem Zukunftspotenzial. Hier entstehen die Technologien von morgen und wie bereits angesprochen: Tech steht in den Startlöchern, vor allem, sobald es eine Lösung für die Situation im Iran geben wird. 

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Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 16/2026 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.

Weitere Informationen zum Börsendienst Kirchhoff-System finden Sie hier.