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Nvidia‑Aktie: Schock um 30‑Milliarden‑Partner – Warnsignal jetzt?

Nvidia‑Aktie: Schock um 30‑Milliarden‑Partner – Warnsignal jetzt?
Foto: Nvidia
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Ingo Nix Heute, 12:43 ‧ Ingo Nix
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Nvidia muss um einen seiner wichtigsten Partner im Asien-Pazifik-Raum bangen: Der Börsengang des Rechenzentrumsbetreibers Firmus über bis zu 5,50 Milliarden Dollar steht auf der Kippe. Laut Medienberichten soll der Ausgabepreis von elf auf rund neun Australische Dollar sinken. Die Entscheidung muss vor dem geplanten Handelsstart am 23. Oktober fallen.

Nvidia ist bei Firmus dreierlei: Investor, Chiplieferant und Partner. Genau deshalb zählt, was am Donnerstag in Sydney passiert ist. Die Banken haben das Orderbuch planmäßig geschlossen – aber laut Bloomberg ohne klaren Hinweis auf Preis oder Struktur der Emission. Unter Investoren wuchs die Sorge, dass der Börsengang abgesagt wird.

Geplant war ein Preis von elf Australische Dollar je Aktie und ein Erlös von 7,10 Milliarden Australische Dollar. Das hätte Firmus mit 43,7 Milliarden Australische Dollar bewertet, umgerechnet 30 Milliarden Dollar (US). Es wäre der zweitgrößte Börsengang in der Geschichte Australiens nach Telstra im Jahr 1997.

Firmus-Börsengang: Warum zögern die Anleger?

Am Montag hieß es bei Reuters noch, die Nachfrage übersteige das Angebot. Die Banken zogen die Frist sogar um einen Tag vor. Dann kippte die Stimmung. Australian Financial Review und The Australian berichten, der Preis solle auf rund neun Australische Dollar sinken. Das wäre ein Abschlag von 18,2 Prozent. Andere Berichte nennen 8,25 Australische Dollar.

Dazu kommt ein Angriff von der Short-Seite: Ein Hedgefonds des Vermögensverwalters Plato listet laut australischen Medien 30 Warnsignale auf. Bloomberg nennt einen weiteren Grund. Anleger fürchten, dass Altaktionäre kurz nach dem Handelsstart Kasse machen. Brisant dabei: Rund die Hälfte der Emission soll laut Reuters an ausgewählte Altaktionäre gehen. Ein Börsengang, den zur Hälfte die eigenen Geldgeber zeichnen, ist ein schwacher Beweis für Nachfrage von außen.

Die Zahlen erklären die Vorsicht. Im August wurde Firmus mit 10,5 Milliarden Dollar bewertet. Zwei Monate später sollte es fast das Dreifache sein. Analysten der Konsortialbanken schätzen die Schulden laut Reuters auf rund 30 Milliarden Dollar. Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 rechnet Firmus laut Reuters mit einem Verlust nach Steuern von 77 Millionen Dollar. Die Agentur beruft sich auf einen Entwurf des Börsenprospekts. Gegründet wurde das Unternehmen 2019 als Bitcoin-Schürfer in Tasmanien.

Nvidia-Aktie: Was bedeutet der Fall Firmus?

Der Mechanismus ist einfach. Nvidia gibt Firmus Kapital, Firmus kauft davon Nvidia-Chips. Der Erlös aus dem Börsengang sollte in Grafikprozessoren für das Rechenzentrum auf der indonesischen Insel Batam fließen, das Firmus mit DayOne Data Centers baut. Bleibt das Geld aus oder kommt weniger, wackelt die Bestellung. Für Nvidia allein ist Firmus zu klein, um die Bilanz zu bewegen. Aber: Firmus ist kein Einzelfall, sondern ein Muster. Nach demselben Prinzip arbeitet Nvidia mit CoreWeave und Nebius. Wenn der Kapitalmarkt bei einem dieser Abnehmer die Tür halb zumacht, betrifft das die Rechnung für alle.


Nvidia (WKN: 918422)

Die Nvidia-Aktie nimmt die Nachricht aus Sydney bislang gelassen. Vorbörslich notiert sie bei 236 Dollar. Der Kurs liegt rund drei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 243 Dollar und 16,9 Prozent über der 200-Tage-Linie bei 202 Dollar. 

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