Nvidia steigt bei vier deutschen Start-ups ein: Agile Robots, Avelios Medical, Mirelo und Reflex Aerospace. Das kündigte Jensen Huang am Montag auf dem Invest in Germany Summit in Berlin an, Beträge nannte der Konzern nicht. Die Beteiligungen gehören zu einer Zusage von knapp zehn Milliarden Dollar für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in ganz Europa. Am selben Tag unterzeichneten Kanzler Friedrich Merz, das Wirtschafts- und das Forschungsministerium eine Absichtserklärung mit Nvidia zur industriellen KI.
Nvidia in Deutschland: Was hinter dem Pakt steckt
Die vier Firmen sind breit gestreut. Agile Robots aus München baut KI-Roboter vom Roboterarm bis zum Humanoiden Agile ONE. Avelios entwickelt ein Krankenhaus-Informationssystem mit eingebauter KI, Mirelo KI-Modelle, die Videos automatisch vertonen. Reflex Aerospace baut Satelliten, auch für Behörden und Militär. Zugleich vertieft Nvidia die Zusammenarbeit mit der Plattform Industrie 4.0, einem Gremium aus Politik, Industrie und Forschung.
Siemens zeigte in Erlangen, wie das aussieht: Ein vollständig virtueller Produktionsanlauf soll den Engineering-Aufwand um bis zu 85 Prozent senken, KI-Agenten in der Produktionsplanung die Kosten um bis zu 20 Prozent. Merz forderte vor allem den Mittelstand auf, seine Daten für KI zu öffnen. Huang setzte nach: KI erweitere die Fähigkeiten der deutschen Industrie, ersetzen werde sie sie nicht.
Für die Aktie zählt weniger das Startkapital als die Nachfrage dahinter. Jede Fabrik, die KI einführt, braucht Rechenleistung. Genau dort wächst Nvidia derzeit am schnellsten: Kunden außerhalb der großen Cloud-Konzerne legten im zweiten Geschäftsquartal deutlich stärker zu als diese sogenannten Hyperscaler. Absichtserklärungen sind jedoch noch keine Aufträge. Ob der Mittelstand wirklich investiert, entscheiden Strompreise, Kosten und Fördergeld. Mehr lesen Sie in den weiterführenden Artikeln unten.
Die Nvidia-Aktie schloss am Montag bei 217,09 Dollar, 2,62 Prozent unter der 50-Tage-Linie bei 222,94 Dollar, dem ersten Widerstand. Darüber wartet das 52-Wochen-Hoch bei 243,37 Dollar. Unterstützung bieten die Aufwärtstrendlinie seit April bei rund 209 Dollar und das Augusttief bei 207,25 Dollar. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 203,12 Dollar. Fällt die Aktie unter 207 Dollar, wäre der Trend seit April gebrochen.
Neue Impulse könnte Huangs Keynote auf der GTC Berlin am Mittwoch um 11 Uhr liefern.
Früh dabei sein, bevor die breite Masse ein Thema kennt: Was Nvidia mit seinen Start-up-Beteiligungen vormacht, ist das Prinzip des Hot Stock Report. Florian Söllner sucht dort regelmäßig nach Gewinnern bei KI, Robotik, Drohnen und Quantencomputing – Nvidia selbst liegt im Depot 2030 seit Dezember 2022 mehr als 1.200 Prozent im Plus. Mehr erfahren Sie hier.
Die Experten der AKTIONÄR-Redaktion veröffentlichen in regelmäßigen Abständen Aktien-Reports zu Spezialthemen und neuen Einstiegschancen. Bleiben Sie mit unserem kostenlosen Newsletter auf dem Laufenden, wann welcher Report erscheint. Jetzt hier anmelden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 10:07
Bei Google bevorzugen