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Chip‑Aktien: Superintelligenz bis 2030 – jetzt die große Chance?

Chip‑Aktien: Superintelligenz bis 2030 – jetzt die große Chance?
Foto: Börsenmedien AG
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Ingo Nix Heute, 14:48 ‧ Ingo Nix
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Das Research Institute der Deutschen Bank hält künstliche Superintelligenz bis 2030 für möglich – und rechnet vor, was sie kosten würde. Die fünf großen Cloudkonzerne investieren schon in diesem Jahr knapp 800 Milliarden Dollar, ab 2030 jährlich mehr als eine Billion. ARK-Gründerin Cathie Wood warnt dennoch: Bei Speicherchips könnten neue Anbieter aus China die Preise ins Rutschen bringen.

Die Bedingungen der Bank sind klar: KI-Modelle müssen lernen, sich selbst zu verbessern, und die Rechenkapazität muss weiter wachsen. Die Rechnung ist gewaltig. Um ein KI-Modell zu trainieren, das so vielseitig denkt wie ein Mensch, wären Rechenzentren für 300 bis 500 Milliarden Dollar nötig. Dazu kämen rund sechs Gigawatt Strom – so viel, wie sechs große Kernkraftwerksblöcke liefern. Offen bleibt, ob das gelingt – und ob Strom und Geld dafür reichen.

KI-Boom auch ohne Superintelligenz

Die Anlagethese hängt laut Studie nicht am großen Durchbruch. Unternehmen führen KI etwa dreimal so schnell ein wie früher Internet, Mobilfunk und Cloud. Die KI-Umsätze außerhalb Chinas sollen 2026 auf mehr als 200 Milliarden Dollar steigen, 2022 waren es weniger als eine Milliarde. Der Haken: Die Rechenzentren werden vor allem mit erwarteten Erträgen finanziert, der Cashflow der Cloudkonzerne gerät unter Druck. Google-DeepMind-Stratege Jasjeet Sekhon warnt vor einer „KI-Lufttasche“, in der das Geld fließt, die Umsätze aber ausbleiben.

Cathie Wood sieht die Nachfrage ungebrochen und weist den Blasenvorwurf von Broadcom-Chef Hock Tan zurück. Klassische Speicherhersteller meidet sie trotzdem. Der staatlich gestützte Anbieter CXMT baut seine DRAM-Produktion aus, SK Hynix notiert bereits rund 20 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. „Der Trend zeigt nach oben, aber die Zyklen sind brutal“, sagt Wood.

Chip Titans Index (WKN: SL0UEC)

Chip-Aktien: Warum jetzt breite Streuung zählt

Beide Stimmen laufen auf denselben Punkt hinaus: Der Ausbau ist real, aber nicht jedes Glied der Kette verdient gleichmäßig daran. Wer auf einzelne Speicherwerte setzt, wettet auf einen der härtesten Zyklen der Börse. DER AKTIONÄR Chip Titans Index bündelt 20 Unternehmen von Chipdesign über Speicher und Fertigung bis zur Rechenzentrums-Infrastruktur. Kein Wert wiegt aktuell mehr als 6,08 Prozent, der Speicheranteil liegt bei 18,2 Prozent. Wer am KI-Ausbau teilhaben will, kauft mit dem Index die ganze Kette statt der Einzelwette auf einen Preiszyklus.

Wer mutig ist, kann die aktuelle Schwäche einiger Chipwerte antizyklisch zum Einstieg nutzen. Am einfachsten gelingt das mit dem Indexzertifikat mit der WKN DA0ACC: Es bildet die Wertentwicklung des Aktienkorbs im Verhältnis 1:1 ab. Anleger kaufen damit alle 20 Titanen der Chipindustrie mit einer einzigen Order. 

Der Indextracker ist übrigens als „Zertifikat des Jahres“ nominiert. Jetzt abstimmen und mit etwas Glück eine Reise gewinnen! 

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