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26.05.2021 Timo Nützel

Auf den Spuren von Coinbase und Spotify – der nächste Milliarden-Börsengang

Dem US-Jobvermittler ZipRecruiter ist am heutigen Mittwoch der Sprung aufs Parkett geglückt. Der Börsengang erfolgte in Form eines Direct Lisiting – ebenfalls wie Coinbase und Spotify. Das Unternehmen erreichte dabei eine Bewertung von 2,4 Milliarden Dollar und lag damit deutlich unter der erwarteten 3-Milliarden-Bewertung.

Der Referenzpreis für die Aktien des Online-Stellenmarktes lag bei 18 Dollar. Zu Handelsbeginn am Mittwoch kletterte die ZipRecruiter-Aktie um 18,5 Prozent nach oben und lag im Nachmittagshandel an der Börse bei 21,30 Dollar. Zuvor war der faire Wert je Aktie mit 25 Dollar empfohlen worden (Stand 19. April). Bestehende Aktionäre boten etwa 86,6 Millionen Aktien an.

Durch die Verwendung eines Direct Listings für sein Börsendebüt wählte ZipRecruiter den gleichen Weg wie Coinbase, Roblox, Airbnb, Spotify und andere.

Starke Zahlen

Das 2010 gegründete Unternehmen ZipRecruiter meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 125,4 Millionen Dollar, was einem Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Das Unternehmen verzeichnete einen Nettogewinn von 13,4 Millionen Dollar, verglichen mit einem Nettoverlust von elf Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Für 2021 erwartet ZipRecruiter einen Umsatz im Bereich von 580 bis 600 Millionen Dollar. Das entspräche einem Wachstum von 39 bis 44 Prozent gegenüber 2020.

Dabei sagte ein Unternehmenssprecher, dass das Online-Segment des Personalvermittlungsmarktes in den USA im Jahr 2020 nur sechs Prozent des gesamten US-Rekrutierungs- und Personalvermittlungsmarktes ausgemacht hat. ZipRecruiter geht davon aus, dass dieser Anteil in den nächsten vier Jahren um 33 Prozent steigen wird.

DER AKTIONÄR findet die Technologie und das Marktumfeld von ZipRecruiter nach wie vor interessant. Da das Unternehmen umsatzseitig wächst und auch weiter profitabel ist, ist dieser Börsenkandidat ein Fall für die Watchlist.