Amazon macht im wichtigen Cloud-Geschäft einen gewaltigen Schritt nach vorne. Der Technologiekonzern feiert den offiziellen Marktstart seiner neuesten Prozessorgeneration. Die Nachfrage von prominenten Großkunden ist bereits vor dem offiziellen Start massiv gewesen. Das könnte der Aktie neuen Schwung verleihen.
- Amazon schaltet die neue Prozessorgeneration Graviton5 für den breiten Markt frei.
- Tech-Schwergewichte wie Meta und Uber nutzen bereits Millionen der neuen Chips.
- Mit bereits mehr als 120.000 Kunden untermauert der Konzern seine Unabhängigkeit bei eigener Hardware.
Der Technologiekonzern treibt die Entwicklung seiner eigenen Hardware im Rechenzentrumsbereich konsequent voran. Die Cloud-Tochter Amazon Web Services verkündete, dass die hauseigene Prozessorgeneration Graviton5 ab sofort breitflächig zur Verfügung steht. Das im Dezember vorletzten Jahres angekündigte Modell soll vor allem die Effizienz und Leistung in modernen Rechenzentren signifikant verbessern.
Gegenüber der Vorgängergeneration bietet der neue Chip eine um bis zu 25 Prozent höhere Rechenleistung. Gleichzeitig punktet die Architektur durch eine optimierte Energieeffizienz, was für Betreiber großer Serverfarmen ein entscheidender Kostenfaktor ist. Technologisch wird der Prozessor im modernen 3-Nanometer-Verfahren gefertigt, das auch beim neuesten KI-Beschleuniger Trainium3 des Konzerns verwendet wird. Jeder Kern des Modells hat Zugriff auf das 2,6-Fache an L3-Cache im Vergleich zum Vorgänger Graviton4. Zudem wurde die Bandbreite für Netzwerk und Speicher um 15 bis 20 Prozent angehoben.
Dass Amazon mit dieser Entwicklung den Nerv des Marktes trifft, zeigt die Liste der Abnehmer. Bereits im April hat die Facebook-Mutter Meta eine weitreichende Vereinbarung getroffen. Meta will über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren zweistellige Millionenbeträge an Graviton-Chips einsetzen, um die eigenen Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz voranzutreiben. Auch andere namhafte Branchengrößen wie der Fahrdienstvermittler Uber und der Datenbankspezialist Snowflake haben Verträge unterzeichnet, um ihre Rechenlasten auf die neue Plattform zu verlagern. Insgesamt bauen laut Unternehmensangaben bereits mehr als 120.000 Kunden auf die flexiblen Graviton-Prozessoren. Damit festigt der Konzern seine führende Position auf dem globalen Markt für Cloud-Infrastruktur.
Mit der Markteinführung von Graviton5 beweist Amazon technologische Unabhängigkeit und stärkt das hochprofitable Cloud-Geschäft. Die namhaften Verträge mit Meta und Uber unterstreichen die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Hardware. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment im Technologiesektor.
Heute, 21:07